Change? Wie eine wandelnde “Rote Fahne” fast einen Jumbo sprengte
Es ist schon schwer, angesichts des Total-Debakels um die Fast-Katastrophe durch “Unterhosen-Bomber” Umar Faruk Abdulmutallab nicht so richtig wütend zu werden: Was haben wir, ja wir Passagiere, Bürger, Würmer, erduldet: Wir warteten geduldig vor unterbesetzten Security-Schleusen am Airport, schütteten unsere Getränke weg, zogen die Schuhe aus, erduldeten Abtastungen, Durchwühlungen unseres Gepäcks. Insgesamt auch hohe Dosen an oft recht offensichtlicher Inkompetenz. 40 Milliarden Dollar kostete die Aufrüstung des Sicherheitsapparates seit 9/11 obendrein.
Dann marschiert am Christtag ein Nigerianer, dessen Vater CIA und US-Botschaft über die Reisen seines Sohnes in Al-Kaida-Terrorcamps im Jemen informierte, mit einer unentdeckten Unterhosenbombe in Amsterdam an Bord des Übersee-Jumbos nach Detroit. Dem Außenamt war nach der Warnung nicht aufgefallen, dass er ein gültiges US-Visum hatte. Niemand fand es eigenartig, dass der junge Mann ein Oneway-Ticket mit Bargeld kaufte, kein Gepäck eincheckte. “Red Flags” heißen solche Auffälligkeiten. Abdulmutallab war eine wandelnde Rote Fahne. Vielleicht hätte er sich aufs T-Shirt drucken lassen sollen: “Ich bin ein Jumbo-Bomber”.
Ein Passagier stürzt sich dann auf den lodernden Terroristen kurz vor der Landung nach der missglückten Zündung der Bombe, verhindert das schlimmste (Air-Marshalls reisten auf diesem Flug offenbar nicht mit).
Und nachdem ein Passagier als quasi “letzte Verteidigungslinie” das Schlimmste verhinderte, gingen die blamierten und nun überkompensierenden US-Behörden auf genau jene Fluggäste los: Kein Klo, kein TV, kein Internet, kein Aufstehen. Sechs Stunden Wartezeit durch überforderte Security-Leute auf den Airports. Als “inkonsistent” bezeichneten Experten im TV die neuen Regeln. Übersetzt: Planlos. Obenauf schien die Staatsmacht, als sich zwei Tage später am gleichen Flug ein Passagier am Klo wegen Durchfall einsperrte. Unter dem Geknatter der Live-Helikopter empfingen nun schwer bewaffnete Elite-Cops den Jumbo, legten die Gepäckstücke aufs Rollfeld, ließen Spürhunde schnuppern. Tolle, beruhigende Fernsehbilder: Amerika wieder unter voller Kontrolle.
Stunden zuvor bewies Homeland-Security-Ministern Janet Napolitano, dass auch die neue Obama-Regierung zu Bush-eskem Gleichmut fähig ist. Das System habe “funktioniert”, säuselte sie im TV. Vielleicht zählte sie den tollkühnen, holländischen Passagier hinzu. Ein echter Brownie-Moment.
Nicht viel überzeugender unser junger, angeblicher Star-Präsident: Erst nach drei Tagen schob er zwischen Golf und Basketball im Urlaubsdomizil in Hawaii eine dürre Stellungnahme ein, so dürr, dass er gleich am Folgetag deutlich werden musste. Es ist fast der passende Höhepunkt eines ersten Amtsjahres, wo Obama & Co bisher enttäuschten.








9 Responses to “Change? Wie eine wandelnde “Rote Fahne” fast einen Jumbo sprengte”
Jeder WestBürger bekommt die Regierung, die er verdient!
Automatismus/Bürokratie hat noch keinen aufgehalten..
Aber wer nicht selber Verantwortung trägt hat immer leichtes Spiel.
Comment made on December 30th, 2009 at 12:57 PMA usual US inside job like 9/11, Kennedy killing, multiples times tried the CIA and always failed Fidel Castro assassination and the Tonging affair
Comment made on December 30th, 2009 at 2:19 PM- “business as usual” –
nothing new from the US government to write home about…
@Robert: komisch, dennoch nennst Du die dt. Kolonie Dein “Zuhause!” Klingt für mich nach Loyalist von Weimar.. lol
Comment made on December 30th, 2009 at 10:58 PMLieber Erich F.
Wenn was aussieht wie ein Ente, watschelt wie eine Ente, quakt wie eine Ente und riecht wie eine Ente dann handelt es sich auf Grund von empirischer Lebenserfahrung für mich um eine Ente.
Obige Story ist eine so plump aufgesetzte wie fette “insider job” Ente (siehe Anthrax Briefe etc.).
Für Dich ist das nicht der Fall da ungenannte Sprecher der US / Israel Administration behaupten, es handle sich um einen mittels Federn verkleideten Terroristen.
Sie müssen es ja wissen.
Sie haben ihm ja ohne Pass und Kontrolle Zugang zum Flug ermöglicht und ihm auf dem ganzen Flug pausenlos
(dafür gibt es nicht nur eine eine glaubhafte Zeugin die sich mächtig darüber aufregen das sie niemand hören will)
gefilmt.
Damit ihnen ja nichts entgeht.
Was soll man da machen – wo ist die Lösung / Brücke zwischen Logik gepaart mit Hausverstand und schlichter Unvernunft?
Außer Dir Prosit Neujahr zu wünschen – manchmal hilft ein tiefer Schluck.
Comment made on December 31st, 2009 at 3:43 PMAlso: in vino veritas…
Nachtrag: @Robert: wenn Sie wieder “nüchtern” werden, dann greifen wir mal bei Gelegenheit die neutrale, monotheistische Dreifaltigkeit der Schweiz auf und besprechen Nazigold, Papstschutz u. Minerettverbot bei Kalvin & Pestalozzi! Bis dahin “the adventures of William Tell ( Production 2010)” ..
Comment made on January 1st, 2010 at 5:54 AMMein lieber Erich F. – Nazigold.
Na klar – die bewährte alte Faschokeule wieder mal hervorholen.
Die hilft ja gegen alles vom Kropf bis zu Hartleibigkeit, inklusive eingewachsenen Zehennägel – aber vor allem wenn Argumente ausgehen ist sie ein Lebensborn- als politisch korrektes genderneutrales Totschlagargument für alle Lebenslagen die einem kosmopolitischen Selbsthasser so unterkommen.
Ich hab nix anderes erwartet und verabschiede mich – ich gebs auf
good luck & good nigh
Comment made on January 1st, 2010 at 3:22 PM(if you know what that means)
http://salon.com/news/opinion/glenn_greenwald/2010/01/01/terrorism/index.html
Comment made on January 1st, 2010 at 5:58 PM@Robert: wenn ich Sie richtig verstehe im letzten Kommentar, haben Sie ein Problem damit, dass man unter dem Deckmantel der Bewahrung der Freiheit (USA) Verbrechen vertuscht, meist die gleichen der Gegenseite gar! (Taliban) .. Auch nicht im Kampf gegen das 3. Reich somit (Nazigold). Kurz um, man darf Böses nicht mit Bösem bekämpfen und sich gut dabei fühlen. (RAF?)
Sie haben Angst, dass die USA gar die Welt so behandelt wie die die eignen Leute zuhause. Bsp: FBI und Charlie Chaplain!
Fazit: den Frieden der Vernunft, den Sie auf der Erde suchen, “findet” man nur im Islamfachismus..
Wir Demokraten -ohne Sie -aber denken besser mit dem Herzen!
Weises übergeodnetes Minerettverbot hat nichts mit Religionsfreiheit & Toleranz zu tun, sondern paradoxerweise mit U.N. Rechtsstaatlichkeit. Dieser universelle Rahmen fehlt Ihnen aus meiner Sicht, was Sie zum Pro 9-11 AmiHasser und 1948 Israelversteher macht, daher Ihre verwirrende Beschränktheit nicht alles zu sehen wie es sich von alleine gehört!!
Die Welt geht nicht am Klima zugrunde – keine Angst
Vorher wird big Ike noch zum Pazifist lol
Comment made on January 1st, 2010 at 8:55 PM“Ächtung des Terrorismus” Noam Chomsky (s.o., Seite 150):
„Als die UN-Vollversammlung im Dezember 1987 eine Resolution gegen den Terrorismus verabschiedete, enthielt sich Honduras; nur zwei Staaten stimmten gegen die Ächtung des Terrorismus: die USA und Israel. Warum? Weil die Resolution einen Abschnitt enthielt, der klarstellte, dass sie nicht beabsichtige, das Recht auf Widerstand gegen rassistische oder kolonialistische Regime oder gegen eine illegale Okkupationsmacht einzuschränken.“
Comment made on January 3rd, 2010 at 12:18 PMLeave a Comment