Apple-Krimi: Polizei identifiziert Finder des iPhone-Prototypen


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Die Polizei hat den Finder des von Apple-Techniker Gray Powell in einer Bar vergessenen iPhone-4-Prototypen identifiziert, wird berichtet. Apple hatte den Verlust des streng geheimen iPhone-Testgerätes als „Diebstahl“ vermeldet, ermittelte per GPS-Locator im Gerät die Adresse des Finders. Zeugen meldeten sich, die von einem Besuch von Apple-Mitarbeitern bei einer Adresse eines Studenten berichteten. Sie klopften an die Türe, so ein Insider zum Magazin „Wired“, und wollten die Wohnung durchsuchen. Die Polizei vernahm den jungen Mann schließlich – doch es gibt noch keine Anzeige.

Apple rächst sich jedoch an den Bloggern, die Details des Gerätes am Web pulizierten. Ein Polizeiteam durchwühlte das Apartment des Reporters Jason Chen von der Website Gizmodo, der den ersten „Testbericht“ veröffentlichte. Gizmodo hatte das verlorene Gerät um 5.000 Dollar von einem Unbekannten gekauft.

Manager des durch die Panne bis auf die Knochen blamierten Apple-Konzerns sollen die Polizeiermittlungen „vorantreiben“, berichtet NBC-TV. Die Cops beschlagnahmten Chens Computer, Handys und sogar Kreditkartenabrechnungen. Laut dem Hausdurchsuchungsbefehl sollte geprüft wurden, „ob ein Verbrechen begangen wurde“.

Die Entrüstung ist groß: Gizmodos Mutterfirma bezeichnete die harschen Polizeitaktiken als „Schlag gegen die Pressefreiheit“. Apple gilt sonst mit seiner extremen Geheimhaltung neuer Produkte als Fort Knox der Tech-Branche. Boss Steve Jobs soll, so Insider, schäumen. Der Unglücksrabe Powell wurde jedoch noch nicht gefeuert. Weniger Glück hatte einer seiner Kollegen: Der zeigte Apple-Ko-Gründer Steve Wozniak vor der Präsentation das neue iPad – und musste sofort gehen.

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