Massaker in Tucson: Attentäter vor Gericht vorgeführt
Der 22-Jährige Psycho-Schütze stand Montag 2 Uhr Ortszeit in einem Gerichtssaal in Phoenix vor dem U-Richter. Er schwieg weitgehend, bedeutete bloß, dass er die Prozeduren verstehe. Loughner betrat den Gerichtssaal in Handschellen. Er hatte einen Haftoverall an. Sein Kopf war kahl geschoren, an der rechten Schläfe ein Kratzer sichtbar. Er starrte in die Menge. Seine Staranwältin Judy Clark, die einst Oklahoma-Bomber Tim McVeigh, den “Unabomber” oder den 9/11-Verschwörer Zacarias Moussaoui vertrat, flüsterte in sein Ohr. Der Richter ordnete die weitere U-Haft bis zur nächsten Verhandlung an. Der Schütze hat maximal 30 Tag Zeit, um sich als “schuldig” oder “nicht schuldig” zu bekennen. Der Amokläufer hat bisher gegenüber den Ermittlern “kein Wort” gesagt, so Tucson-Sheriff Clarence Dupnik. Vor allem das Motiv ist weiter völlig unklar. Bekannt wurde auch, dass die Ermittler einen Drohbrief an die Abgeordnete Gabrielle Giffords fanden. Die Abgeordnete ist, so einer der Chirurgen, noch “nicht ganz über den Berg”. Die Schwellungen im Gehirn dürften am Dienstag das größte Ausmaß erreichen, dann abklingen.
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Gründer des Amerika-Report ist Herbert Bauernebel, US-Korrespondent in New York seit elf Jahren.
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