Obama findet mit Tucson-Rede Stimme wieder, die ihn ins White House brachte
Obama bewegte Amerika mit seiner Trauerrede nach dem Tucson-Massaker: Vor 14.300 Teilnehmern in der Arena der “University of Arizona” hielt der US-Präsident die Rede seines Lebens, stürzte die Nation in Tränen mit Momenten der Reflexion an die Opfer, vor allem die neunjährige Christina-Taylor Greene. Obama richtete aber auch auf, als er angesichts der Tragödie an jedes Mitglied der “Amerikanischen Familie” appellierte, ins Innerste zu sehen beim Streben nach einem besseren Umgang miteinander. Er hoffte weiters auf einen künftig zivileren Polit-Diskurs.
Am bewegendsten jedoch der Moment, als Obama erzählte, dass bei seinem Spitals-Besuch die Abgeordnete Gabrielle Giffords zum ersten Mal die Augen öffnete. Ihr Mann, NASA-Kommandant Mark Kelly, umarmte die First Lady unter donnerndem Applaus.
US-Beobachter beklatschen fast unisono die rührende Rede: Die Poesie und die Emotionalität erinnerten an den alten Zauber des Wunderwahlkampfes 2008, klatschte die Washington Post. Obama habe “jene Stimme wiedergefunden, die ihn ins Oval Office brachte”, so NBC-Politguru Chuck Todd.
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Gründer des Amerika-Report ist Herbert Bauernebel, US-Korrespondent in New York seit elf Jahren.
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