Nach Obama-”No” zu Osama-Leichenbild tauchen Bilder anderer Toter auf
Es scheint nun wie ein Wettlauf der Medien um die Todesbilder der Kommandoaktion in Pakistan gegen Osama Bin Laden am Montag (Ortszeit): Nur Stunden nachdem sich Obama gegen die Freigabe der Todesfotos von Bin Laden entschieden hatte, veröffentlichte “Reuters” grässlicher Bilder anderer Todesopfer der Kommandoaktion. Die Fotos hatten pakistanische Sicherheitskräfte beim Aufräumen des Komplexes geschossen – und der Agentur zugespielt. Ähnliche “Leaks” werden seitens des White House nun auch beim Bin-Laden-Leichenbild befürchtet. Rechtsexperten meinen, Obama könnte auch durch den “Informations-Freiheitsakt” zum Rausrücken gezwungen werden. Obama entschied sich dagegen, da der Bin-Laden-Tod für ihn “eindeutig bewiesen” sei, Verschwörungsfanatiker auch publizierte Fotos anzweifeln würden und er keine Vergeltungsschläge provozieren wollte: “Es ist für mich absolut klar, dass Bin Laden nie mehr über die Erdoberfläche wandern wird”, so Obama in einem CBS-Inteview. Obama besucht heute “Ground Zero”, legt einen Kranz nieder, trifft Angehörige der 9/11-Opfer.
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Gründer des Amerika-Report ist Herbert Bauernebel, US-Korrespondent in New York seit elf Jahren.
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