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# 1. März: Chile entsendet die Armee

Santiago. Chiles Regierung setzt 10.000 Soldaten in Marsch, um ausufernde Plünderungen nach dem 8,8-Megabeben zu stoppen. Hunger, Gewalt und Chaos eskalieren in der schwer getroffenen Küstenstadt Concepcion. „Die Lage ist außer Kontrolle“, warnte die Bürgermeisterin. Horden an Plünderern fegten alle Supermarkt leer, karrten Lebensmittel und Elektrogeräte davon.
Tränengas. Sicherheitskräfte zerstreuten den Mob mit Tränengas, eine nächtliche Ausgangssperre ist verhängt. „Was sollen wir tun“, protestierte ein Opfer im Chile-TV: „Wir haben nichts zu essen“.
Angesichts immer ärgerer Bilder totaler Verwüstung ersuchte Präsidentin Michelle Bachelet nun um internationale Hilfe: Gebraucht werden Feldlazarette, Behelfsbrücken und Filteranlagen. „Das ist eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes“, sagte sie geschockt. Die Opferzahl dürfte auf über tausend Tote klettern: Helfer dringen erst jetzt zu Küstenstädte vor, die von den Erdstößen und der folgenden Tsunami ausradiert wurden.

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