Stories 2009-06

# 30. Juni: Streit ums Jackson-Erbe

Die Schlacht um das Finanzimperium der verstorbenen Pop-Ikone Michael Jackson ist mit dem plötzlichen Auftauchen eines Testaments aus dem Jahr 2002 voll entbrannt, so das “Wall Street Journal”. Manager hüteten das brisante Schreiben wie ein Staatsgeheimnis in einem Tresor – vor allem vor Jacksons eigener Familie. Denn der Inhalt ist eine Sensation: Demnach vererbt der Popstar alles seinen drei Kindern “Prince Michael I” (12), Paris (11) und “Prince Michael II”, Spitzname “Blanket” (8), seiner Mutter Katherine (79) und Wohltätigkeitsorganisationen. Doch seinen Vater schloss er ausdrücklich aus.
Jackson hasste seinen Vater, sagte einmal: “Ich habe versucht, ihn aus meinen Träumen zu verbannen”. Der Familien-Patriarch hatte Klein-Michael die Jugend geraubt, ihn, gemeinsam mit den Geschwistern der legendären Familien-Band “Jackson Five”, bereits im Alter von fünf Jahren auf Popbühne gezerrt, ihn verprügelt, oft in den Kasten gesperrt.
Das Testament ist Jackos späte Rache an seinem Vater. “Der Streit um sein Erbe wird damit hochkompliziert”, so Experten im US-TV: Seine Mutter hatte zuletzt von einem L.A.-Gericht das “einstweilige Sorgerecht” für die Kinder erhalten. Das Gericht genehmigte dazu die Aufsicht über Jacksons Erbe – doch die Petition war im Namen beider eingebracht worden, Katherine und Joe.
Dazu bestellte Jackson als Masseverwalter seine Ex-Getreuen John Branca und John McClain. Ein Streit mit dem Clan, vor allem Vater Joe, wird befürchtet. Brisant: Joe und Katherine hatten die Frage nach der Existenz eines Testament mit “unbekannt” beantwortet. “Es gibt kein Testament”, hatte auch Clan-Anwalt Londell McMillan behauptet. Doch bereits heute könnte Jackson-Anwalt das Dokument offiziell bei Gericht einreichen.

# 30. Juni: Hype um Jacko-Begräbnis

Los Angeles. Die Pläne für das Begräbnis des Jahrhunderts – der Beisetzung von Popikone Michael Jackson – werden bombastischer. Hochspannung herrscht dazu über den möglichen Termin: „Wir warten noch auf Ergebnisse einer Obduktion“, sagte Clan-Chef Joe Jackson. Doch Details sickern durch: Geplant ist eine pompöse Trauerprozession durch die Metropole Los Angeles. Jacksons Sarg könnte in einer weißen Kutsche, gezogen von einem Pfredegespann, an Hunderttausenden Fans vorbei paradiert werden, so der Webdienst X17.
Diana-Dimensionen. Doch die organisatorischen Hürden für ein Begräbnis in Diana-Dimensionen und das größte in den USA seit dem Tod von Elvis Presley (1977 kamen 70.000 nach Tennessee) liegen hoch: Die Stadtverwaltung müsste ganze Stadtblocks absperren, die Polizei in Alarmbereitschaft versetzten. Gerätselt wurde, ob gar US-Präsident Barack Obama teilnehmen könnte. Ein weiteres Problem: Jacksons Ex-Manager rückte lange sein Testament nicht heraus. Darin könnte der Popstar Pläne für sein Begräbnis inkludiert haben, heißt es. Die Planung werde „eine Weile dauern“, vertröstete die Familie vor trauernden Fans vor der Jackson-Villa in Encino (Los Angeles).
Jackson-Tribute. Doch fest steht: Die breite Öffentlichkeit wird am Begräbnis teilnehmen können. Dazu sind globale Tribut-Veranstaltungen geplant, „eine weltweite Feier von Jacksons Leben“, so Bürgerrechtler Al Sharpton: „Er war kein Freak, sondern ein Genie – und das soll vermittelt werden“. Ein möglicher Ort: Das legendäre Apollo Theatre in Harlem.

# 30. Juni: Millionen-Krieg

Der Krieg um die Millionen der am Donnerstag verstorbenen Pop-Ikone Michael Jackson ist voll entbrannt. Seine Mutter Katherine (79) erzielt erste Etappensiege: Ein Gericht sprach ihr des “vorläufige Sorgerecht” für die drei Kinder zu: “Prince Michael I” (12) und Paris (11), beide von Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe, sowie Prince Michael II, Spitzname “Blanket” (8) von einer unbekannten Leihmutter, dürfen in der Familienvilla des Jackson-Clans in Encino (Los Angeles) bleiben.
Doch “Mama Jacko” trachtet nach weit mehr: Per Flut an Eingaben bei Gericht will sie sich Jacksons Finanzimperium unter den Nagel reißen. Der größte Preis: Ein Musik-Katalog aus 750.000 Songs, darunter alle 200 Hits der Beatles. Der Wert: Bis zu zwei Milliarden Dollar.
In einem Gerichtsschreiben drückte sie ihre Angst vor “Plünderern” aus, die Wertgegenstände aus der Riesenvilla im Nobel-Suburb Holmby Hills, die Jackson zuletzt um 100.000 Dollar pro Monate mietete, entwenden könnten. Ihre Sorge ist berechtigt: Der Popstar umgab sich stets mit einer Unzahl windiger Figuren. “Jetzt kommt die Stunde der Aasgeier”, so ein Beobachter. Schwester Janet wurde beobachtet, wie sie in der Villa den Abtransport des Mobiliars überwachte.
Doch Katherine erreichte bereits frühe Teilerfolge: Der Richter stimmte zu, dass sie das Erbe seiner “Gebrauchsgegenstände” antreten und als vorläufige Nachfolgerin seines Finanz-Imperiums agieren könne. Ihr Anwalt wurde dabei zum Vermögensverwalter ernannt. Unklar ist: Was steht genau in Jacksons Testament, das er 2002 anfertigte?
Der Grund für das energische Vorgehen des Clans: Jackson finanzierte auch den luxuriösen Lebensstil seiner Familie. Sein Schuldenstand soll sich zwar laut CNN auf bis zu 500.000 Dollar belaufen. Doch Jackons Songs stürmen nach seinem Tod weltweit die Hitparaden, auch die kleinsten Andenken an sein Leben werden bereits um bis zu 28.000 Dollar versteigert. Dazu überstürzen sich die Gerüchte über die Veröffentlichung neuer Videos: Kurz vor seinem Tod soll Jackson ein aufwendiges Video fertiggestellt haben, Arbeitstitel “Dome Project”.
Beobachter sind sich im US-TV einig: Die Marke Jackson könnte künftig “wieder Millionenprofite abwerfen”. Makabrerer Nachsatz: “Er ist jetzt tot mehr wert als lebendig”. Abgecasht könnte auch durch den Verkauf von Häusern und wertvollen Gemälden werden: Jackson hatte einen Faible für exzessive Shopping-Tours, wo er einem Tag gleich mehrere Bilder im Wert von je 1,5 Millionen Dollar kaufte, so die New York Times. Zuletzt erwarb er, so TMZ, drei Gemälde, darunter eines mit dem Titel “The Donat Queen” des Malers Nelson De La Nuez um 13.000 Dollar.
Obwohl Jackson zahlreiche Immobilien rund um die Welt besitzen soll, fiel seine geliebte Neverland-Ranch der Verschwendungssucht zum Opfer: Bis zu 150 Angestellte werkten dort, betrieben Zoo und Vergnügungspark. Wegen ausstehender Zahlungen verlor er die Ranch an eine Finanzfirma.

# 29. Juni: Jackson nach Neverland?

Wieder hatte der Clan der verstorbenen Popikone Michael Jackson in der weiter von Fans belagerten Familienvilla hektisch beraten: Zu planen gibt es immerhin das größte Begräbnis seit der Tragödie um Briten-Prinzessin Diana. Die Metropole Los Angeles – bereits “Ground Zero” der Jackson-Trauer und erwarteter Schauplatz des Megabegräbnisses – bereitet sich auf den Ansturm Hunderttausender vor. Werden sogar die Rekordzahlen des Di-Begräbnisses durchbrochen? Damals sah fast eine Milliarde Menschen via TV zu, 750.000 säumten die Straßen Londons, als der Sarg zum Trauergottesdienst in die Westminster Abbey rollte. Beim letzten Gang von Elvis Presley standen 70.000 im Jahr 1977 stumm in Memphis, Tennessee, am Straßenrand.
Um die Massen an Fans zufrieden zu stellen, wird eine öffentliche Prozession erwartet. Jackson selbst, befragt im Jahr 1992, hatte sich sein Begräbnis so ausgemalt: “Ich will die größte Show der Erde, mit Feuerwerken und allem”.
Doch bei der eigentlichen Beisetzung dürften die Jacksons auf die Einhaltung ihrer Privatsphäre pochen, so das Britenblatt “The Mirror”. Auch Diana war nach dem Massenauflauf in London dann im engsten Familienkreis in einer Grabkammer im Familienschloss Althorp beigesetzt worden.
Jacksons Leiche wird an einem Geheimort aufbewahrt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm: Die Jagt nach Details des Autopsie-Reports erreicht täglich schrillere Dimensionen (siehe Story rechts). Tabloids trachten nach dem ersten Foto des Leichnams, vor allem, nachdem laut durchgesickerten Beschreibungen das Gesicht des Popstars nach chirurgischen Serieneingriffen von tiefen Narben durchzogen sein soll. Dazu läuft noch eine zweite, von der Familie beauftragte Autopsie: “Wir warten auf die Ergebnisse”, so Patriarch Joe Jackson zu CNN.
Ein Aufmarsch der Armada von Jacksons Hollywood-Freunden wird er wartet, darunter Elizabeth Taylor, Paul McCartney, Madonna, Beyonce, Britney Spears oder Brooke Shields. US-Präsident Barack Obama, der der Familie ein persönliches Kondolenzschreiben übermittelte, könnte einen Vertreter entsenden. Bei den “BET Awards” in Los Angeles am Sonntag feierte die Elite afroamerikanischer Unterhaltungskünstler bereits das Lebenswerk der Poplegende: Jamie Foxx legte eine Imitation des Moonwalk hin. Janet Jackson trauerte um ihren Bruder: “Er wird in unseren Herzen ewig weiterleben”.
Dazu wird spekuliert, welcher Ort fortan zur Pilgerstätte für Jackson-Fans – ähnlich dem Elvis-Schrein in ”Graceland” – werden könnte. Kauft die Familie sogar die 1.133 Hektar große “Neverland Ranch” zurück und verwandelt sie in ein Museum? Jackson hatte das Anwesen aus Geldnöten zuletzt um 35 Millionen Dollar an Investoren verkauft. Einmal deutete er an, dass er dort auch begraben werden wollte. Doch das gilt heute als unwahrscheinlich: Neverland war als Tatort im Kinderschänder-Prozess im Jahr 2004 in allen abstoßenden Details beschrieben worden.

# 28. Juni: Fans trauern um ihr Idol

Immer mehr Fans des verstorbenen Popstars Michael Jackson kommen zu spontanen Gedenkschreinen in Los Angeles. Die Welle der Trauer ebbt nicht ab. Doch zu den Tränen mischt sich oft auch Wut: Auf die Ärzte, die ihm “den tödlichen Medikamenten-Cocktail verschrieben”, wie sich Juan Dobler (46) beim ÖSTERREICH-Lokalaugenschein vor der Familien-Villa des Jackson-Clans im L.A.-Vorort Encino ärgert. “Dazu hätten ihn die Medien verfolgt mit all den Skandalstories”, fügt Frau Maria an. Ihr 12-jähriger Sohn erzählt, wie er zum Jackson-Fan wurde und wie ihn der plötzlich Tod getroffen hat. “Ich konnte es nicht glauben”. Sein Bruder Valentino will inzwischen die Teddybären, die Trauernde hinterließen, davontragen. Er ist erst drei Jahre alt.
Der Berg aus Blumen, Kerzen, Karten, handgeschriebenen Liebeserklärungen wächst rapide. Die berührenden Szenen erinnern an die Trauer um Prinzession Diana 1997 in London: Menschen schluchzen, knien nieder. Oder stehen stumm da und lesen die Botschaften: “Deine Musik hat die Erde in einen fröhlicheren Ort verwandelt”, steht auf einem Zettel. Aber es herrscht auch Heiterkeit. Jacksons Vermächtnis wird gefeiert. Luke Tumer imitiert perfekt den Moonwalk. Der blonde Bub ist sieben: “Mein Vater zeigte mir ein paar Jackson-Videos auf YouTube”. Prompt übte er, mehrere Monate lang.
Keine Fangemeinde ist derart global, erfasst so viele Altersgruppen und geht über alle Rassenbarrieren hinweg. Fredia Davis (62), eine schwarze Touristin aus Boston, saß am Donnerstag gerade in einem Sightseeing-Bus vor der Riesenvilla im Nobelvorort Holmby Hills, in der einst Walt Disney lebte und die Jackson um 100.000 Dollar mietete. Plötzlich trafen Fans und Reporter ein. “Jackson ist gestorben “, sagten sie. Niemals werde sie den Moment vergessen: “Mein Herz blieb fast stehen, Michael war Teil meines Lebens”. Vor der Jacksons Villa steht jetzt ein Möbelwagen zum Abtransport von Mobiliar und Andenken. Seine Schwester Janet muss die Arbeiten koordiniert haben. Sie fährt in einem Bentley durchs Tor. “Ich musste mich überwinden hierher zu kommen”, sagt die Arztassistentin Nega Madgeddi (35) als sie den Schrein begutachtet: “Ich war tagelang deprimiert”.

# 27. Juni: Jackson-Leiche abgeholt

Sie kamen am Abend kurz nach Einbruch der Dunkelheit: Angestellte einer Begräbnisfirma holten die Leiche des Popidols Michael Jackson um exakt 21:15 Uhr (Ortszeit) von der Gerichtsmedizin nahe Downtown Los Angeles ab. Höchster Wert auf Geheimhaltung wird gelegt: Nur die Familie weiß, wo Jacksons Leiche aufgebahrt ist. Im Gebäude der Gerichtsmedizin lag er in einem Hochsicherheitsraum. Der Grund: Niemand sollte Fotos schießen, vor allem, da das Gesicht “signifikante Narben” aufweise, wie via Fox-TV durchsickerte.
Wie wird Jackson beerdigt? Detaillierte Pläne wurden mit Hochspannung erwartet. Millionen Fans in den USA und rund um die Welt warten auf ihre Chance, vom König des Pop Abschied zu nehmen.
Es wird die größten Trauerfeuer um ein Musikidol in der US-Geschichte erwartet – und wegen seiner weltweiten Fanbasis sogar ein Megabegräbnis wie nach Prinzessin Dianas Tod 1997. Mit bereits geplanten Live-Übertragungen könnten über eine Milliarde TV-Zuseher, so Medien-Experten, Jacksons letzten Weg mitverfolgen. Doch am ehesten wird der Hype mit dem Begräbnis des letzten Musik-”Kings”, Elvis Presley, 1977 in Memphis, Tennessee, verglichen, als 75.000 Fans die Straßen bei der Trauerprozession säumten. Bei Diana waren es 20 Jahre später sogar 250.000 in London.
Als erster möglicher Termin wurde der Dienstag kolportiert. Wahrscheinlichster Ort: Los Angeles. Jackson war Anhänger der Zeugen Jehovas. Die Sekte schließt Begräbnis-Praktiken aus, die nicht ausdrücklich in der Bibel erwähnt sind – vor allem die Aufbahrung vor großen Menschenmassen. Doch es gab auch Gerüchte, dass Jackson – wie sein Bruder Jermaine – zum Muslimen-Glauben übergetreten ist. “Möge Allah mit dir sein”, hatte der unter Tränen in der ersten Stellungnahme nach dem Tod gesagt. Muslimen beerdigen ihr Toten innerhalb von zwei Tagen,
Es kursierten auch absurdere Pläne: Der deutsche Leichenkünstler Gunther von Hagen schlug vor, Jacksons Körper könnte durch eine “Plastination” der Ewigkeit erhalten bleiben. Der Popstar und seine Familie hätten dem schon früher zugestimmt, so das Britenblatt “Daily Mail”. Angeblich wollte er mit seinem bereits mumifizierten Affen “Bubbles” wiedervereinigt werden.
Der Jackson-Clan hat sich unterdessen im in ihrer Familienvilla in Encino bei L.A. verschanzt: Alle Optionen wurden abgewogen, so Insider, von einem privaten Abschied im engste Familienkreis, einer hochreligiösen Feier oder doch einer Zeremonie für die Massen. Erwartet werden die größten Stars aus dem Film- und Musikgeschäft. Die Welle der Trauer ist in den USA ungebrochen: Am Freitag war im US-Kongress eine Trauerminute abgehalten worden. Schwarze Superstars von Beyonce bis Wyclef Jean wollen die heutigen “Black Entertainment Awards” in eine Feier von Jacksons Erbe verwandeln. US-Präsident Barack Obama hat auf den Tod persönlich noch nicht offiziell reagiert, drückte bisher nur der Familie sein Beileid aus. Doch Sprecher Robert Gibbs verkündete, dass Obama Jackson für ein Musik-Idol hielt, der aber auch “ein tragisches Leben” lebte.

# Die Welt trauert um MJ

Die Welt kam nach der Todesmeldung von Michael Jackson fast zum Halt. In den USA brach wegen dem Schock fast das Handy-Netz und Internet zusammen.
New York. Die Schockwellen breiteten sich von Los Angeles, wo der „King of Pop“ um 14:26 Uhr Ortszeit nach einem Herzstillstand für tot erklärt wurde, in alle Ecken des Planeten aus. Seit dem Tod von Prinzessin Diana hätte „die Welt keine derart globale Welle an Bestürzung erlebt“, rangen TV-Moderatoren nach Vergleichen. Von Buenos Aires bis Bangkok wurden TV-Sendungen unterbrochen.
„Idol“. Binnen Minuten nach den „Breaking News“ versammelten sich Tausende vor dem UCLA-Spital, wo Ärzte nach Jacksons Einlieferung noch 60 Minuten um seine Leben kämpften. Sie brachten iPods mit Boxen, spielten Jacksons Hits. Andere weinten, umarmten sich. „Er war mein Idol“, so ein Fan: „Ich kann es nicht fassen“. Stumm standen sie, als der Helikopter mit der Leiche des Popstars zur Überstellung in die Gerichtsmedizin abhob.
Flut am Internet. Durch hektische Telefonate brach in den Ballungsräumen fast das Handy-Netz zusammen. Auch das Internet geriet an den Rand der Kapazität: Nur mehr zu 86 Prozent waren die Top-Newsportale erreichbar, Auf Sozialnetzen wie Twitter, Facebook oder MySpace wuchsen eingerichtete Gedenkforen rapide.
Moonwalk. Am New Yorker Times Square ging ein Raunen durch die Menge, als plötzlich auf der gigantischen Videotafel tickerte: „Michael Jackson gestorben“. Geschockte Passanten verglichen den Moment mit dem Kennedy-Attentat. Vor dem Apollo Theatre in Harlem versammelten sich Tausende. Ersten Tränen folgte eine „Feier seines Lebens”, so eine Reporterin fast erstaunt: Aus Boxen dröhnten seine Hits, Jacksons legendärer Moonwalk wurde imitiert.
Moonwalk. Bürgerrechtler Al Sharpton pries Jackson als Bahnbrecher: „Er zwang MTV, Videos von Afroamerikanern zu senden”. Seine Musik hätte „alle Rassengrenzen durchbrochen“, so Sharpton. US-Radiostationen beendeten sofort ihr Boykott der Jackson-Musik, das nach den Kindesmissbrauchs-Skandalen verhängt worden war. Aus den Autoradios vorbeifahrender Wagen dröhnte „Thriller“. MTV sendete seine legendärsten Videos.
Alle „Jackson-Orte“ wurden in spontane Gedenkstätten verwandelt: Vor seinem Geburtshaus in Gary (Indiana) hinterließen Fans Stofftiere, an den Toren seiner Neverland-Ranch bei Santa Barbara Rosen. Doch auch das Geschäft mit dem Jacko-Gedenken hat bereits begonnen: Binnen Stunden wurden vor dem UCLA-Spital T-Shirts mit dem Aufdruck „In Loving Memory of Micheal Jackson” verkauft.
Globale Trauer. Die Trauer kennt keine Grenzen: Menschentrauben bildeten sich nach Mitternacht in London, wo Jacksons Comeback-Tour nächste Woche beginnen hätte sollen. 750.000 Karten waren verkauft worden. Im australischen Sydney starteten TV-Sender Sondersendungen, in Moskau legten Bürger Blumen am Eingang der US-Botschaft nieder. In Pakistan spielte der populärste Radiokanal nur mehr Jackson-Hits. Ein Mann zu ABC-TV: „Jackson symbolisierte für uns alles – die Versöhnung zwischen Ländern und Religionen, das durchbrechen von Grenzen”.

# 25. Juni: Hollywood-Stories

Transformers erobern Kinos als Sommer-Blockbuster: An der Seite von Jungstar Shia LaBeouf (23) gerät sexy Megan Fox in Teil II der Hitverfilmung einer weiteren epische Schlacht zwischen guten Transformers („Autobots“) und bösen („Decepticons“). Beim Kinodebüt in Großbritannien wurden bereits 20 Millionen Dollar eingenommen. Teil Eins des Maschinenkampfes wurde mit 708 Millionen Dollar Einnahmen im Box Office zu einem der populärsten Filme aller Zeiten.
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Männer machen mitunter merkwürdig Sachen. Doch Schauspielerin Isla Fisher (Confessions of a Shopaholic) steht wegen ihrem Partner vor einer besonderen Herausforderung: Seit sieben Jahren ist sie zusammen mit Kino-Provokateur Sacha Baron Cohen (37), der zurzeit in seiner Rolle als schwuler Ösi-Reporter Brüno seine neue Brachial-Parodie propagiert. Sie haben eine Tochter: Die 19 Monate alte Olive.
Schwer zu erahnen ist, wie die eher schüchterne Australierin das Inferno schriller Bilder verkraftet. Oder was sie von seinem, für den Film gebleichten Hintern hält. Bei der PR-Tour ließ er dazu in Berlin seinen Penis baumeln, in Madrid trug er Stierhörner. Seinen nackten Körper musste Fishler zuletzt mit den Lesern des Magazins GQ teilen, wo Cohen hüllenlos das Cover zierte. Sie nimmt es gelassen: „Sacha hat mich für Komödien begeistert“. Bei der Premiere in Paris begleitete sie ihn sogar.
Doch neben der fragwürdigen Bilderflut gibt es handfestere Probleme: Die 2006 geschmiedeten Hochzeitspläne scheinen auf Eis gelegt, so der Daily Star: Cohen war zu sehr damit beschäftigt, zuerst als kasaschischer Reportertölpel Borat und nun als Brüno Filmfans zu provozieren.
Aber auch Fishers Terminplan ist prall gefüllt: In Kürze beginnen Filmaufnahmen in Irland für die Komödie The Highness. Ein Freund des Paares: „Mit all den Projekten fehle Sacha und Isla einfach die Zeit für eine Hochzeit“. Zuerst hatte das Paar ein hochromantische Zeremonie in Italien geplant. Eine Riesenvilla in der Toskana sollte gemietet werden. „Es war ihnen damals zu teuer“, so ein Insider: „Heute spielt Geld keine Rolle mehr – dafür ist die Zeit knapp“.

# 25. Juni: Farrah Fawcett tot

Der Charlie´s-Angels-Star starb am Donnerstag in der Intensivstation des “St. John´s Health Center” in Santa Monica (Los Angeles) um 9:28 Uhr Ortszeit. Sie war 62 Jahre alt. An ihrer Seite waren ihr Lebenspartner seit 30 Jahren, Ryan O´Neal (68), Familienfreundin Alana Stewart (Ex-Frau von Rod Stewart) sowie ihr Arzt Lawrence Piro.
O´Neal löste mit einer berührenden Stellungnahme Trauer und Entsetzen in Amerika aus: “Sie ist verstorben, sie gehört jetzt zur Ewigkeit, ist im Himmel mit ihrer Mutter und Schwester”, sagte er zum Magazin zu “People”. Und weiter: “Ich liebte sie von meinem ganzen Herzen”. Sie wäre bei ihrem Tod nicht mehr bei Bewusstsein gewesen: “Ich redete mit ihr die ganze Nacht über”, so O´Neal über die letzten Stunden des Weltstars: “Ich ließ ihr wissen, wie sehr ich sie liebe!”
Zuletzt hatte der Schauspieler in einem ABC-Interview noch gehofft, sie am Krankenbett doch noch heiraten zu können. “Sie hat zugestimmt”, sagte er. Doch: Sie sei bereits derart mit Schmerzmittel vollgepumpt, dass sie das “Ja-Wort” nicht mehr sagen hätte können.
Geplant war, mit einfachem Kopfnicken noch den Ehebund zu schließen. Doch die Zeit reichte nicht mehr. Die Website TMZ.com bestätigte: Sie konnten nicht mehr heiraten. Ihr Zustand verschlechterte sich so rapide, dass am Mittwoch eilig ein katholischer Priester für ihre letzte Beichte ins Spital geholt wurde.
Die Texanerin, die mit ihrer zierlichen Statur, blonder Lockenmähne und strahlend blauen Augen durch die Hit-TV-Serie Charlie´s Angels in den Siebzigern zum Sexsymbol wurde, hatte im Jahr 2006 die verheerende Diagnose erhalten: Anal-Krebs. Doch sie kämpfte verbissen. Ihre im Mai ausgestrahlte TV-Sendung “Farrah´s Story” dokumentierte die Achterbahnfahrt aus Hoffnung und Rückschlägen. Millionen Amerikaner weinten mit. Alles hatte sie versucht: Experimentelle Chemo-Therapien, riskante Operationen, Versuche in der “Alpenpark”-Krebsklinik in Deutschland. “Der Krebs frisst sich weiter durch meinen Körper, greift ein Organ nach dem anderen an”, sagte sie. 
Tatsächlich: Nach dem Annus folgte die Leber, dann die Lunge. Zuletzt war ihr Körper von Metastasen durchsetzt. Zu sehen war, wie sie unter Schmerzen brüllt, wie ihr nach einer aggressiven Rund an Chemo ihre weltberühmte Haarpracht büschelweise ausfällt.
Besonders erschütternd die Szene, wie sich ihr geliebter Sohn Redmond O´Neal (24) zu ihr ins Bett legt. Er war zuvor wegen Drogenvergehen im Gefängnis gelandet, erhielt für den Abschied ein paar Stunden Hafturlaub. Er trug den grellorangen Haftoverall und Beinfesseln. Fawcett war bis zum Tod Redmonds Drogenverurteilung verheimlicht worden. Er durfte nicht mehr ans Sterbebett, erfuhr vom Tod seiner Mutter in der Zelle.
Warum hat sie Partner O´Neal, der sie bei ihrem Leidensweg drei Jahre aufopfernd begleitete, nicht früher geheiratet? “Sie legte Wert auf ihre Unabhängigkeit”, sagt er in dem TV-Interview. Und brach unter Tränen zusammen.

# 25. Juni: Zwillingsfreunden für SJP

Für Sex-and-the-City-Star Sarah Jessica Parker (44) gab es diesmal keine echten Geburtswehen, dafür heftiges emotionelles Mitfiebern mit ihrer Leihmutter. Die brachte für Parker und Gatten Matthew Broderick (47) ihre Zwillinge in einer Klinik in Ohio zur Welt. Um 3:58 Uhr, Montag, hatten Marion Loretta Elwell und Tabitha Hodge Broderick das Licht der Welt erblickt. Geburtsgewicht: 2,57 Kilo. Nicht ohne Drama: Knapp vor der Geburt zerbarsten vor dem Spital Wasserrohre. Das Trinkwasser musste abgekocht werden, so der Webdienst TMZ.com.
“Wir sind außer uns vor Freude”, ließ das Paar, dass eiligst in das “East Ohio Regional Hospital” bei Pittsburgh gejettet war, ausrichten. Und: “Wir werden eine ganze Menge Spielsachen für Prinzessinnen benötigen”. Der Filmstar – der mit Broderick den selbst zur Welt gebrachten Sohn James (6) hat – griff auf den Leihmutter-Dienst der 26-jährigen Michelle Ross zurück, als Parker nicht mehr schwanger werden konnte. „Sie haben wirklich alles versucht, jahrelang“, so ein Freund: „Es klappte einfach nicht mehr“. Der Grund könnte das fortgeschrittene Alter der New Yorker Starblondine sein. Die Leihmutter soll 50.000 Dollar für die Geburt kassiert haben.
Die Leihgeburt von Parker, für die im Sommer die Dreharbeiten für Teil II der “Sex”-Kinoversion beginnen, führte auch zum Paparazzi-Skandal: Wochenlang wurde Ross, eine bisexuelle junge Frau mit Tattoos und einem Faible für Rockmusik, von Fotografen belagert. Zuletzt wurde sogar bei der Suche nach Privatinfos in ihre Wohnung eingebrochen. Parker und Broderick erhielten jetzt bei ihrer Ankunft prompt eine Polizeieskorte.
Wie aufgeregt sie über die Zwillinge ist, erzählten “Sex”-Kollegen: “Sie hat immer darüber geredet, wie sie die süß anziehen will”. US-Medien prognostizieren: Die Parker-Tiwns könnten Suri Cruise (3) als Hollywoods neue Kleinkinder-Lieblinge ablösen.

# 23. Juni: Metro-Crash in D.C.

Washington. Schock in Washington über die schlimmste Zugkatastrophe seit 31 Jahren: Neun Menschen starben und 75 wurden teils schwer verletzt, als zwei U-Bahn-Züge aufeinander krachten. Eine Garnitur mit sechs Waggons war Montag um 17 Uhr – gerade zur Hauptverkehrszeit – mit hoher Geschwindigkeit in einen, vor einem Signal haltenden Zug gerast. Der U-Bahnzug der „Roten Linie“ schob sich auf das Dach des anderen.
Hilfeschreie. Nach der Kollision bot sich Helfern ein Bild totaler Verwüstung: Fahrgäste waren durch die Wucht des Aufpralls aufs Gleisbett geschleudert worden. Aus dem bizarr verkeilten Wrack drangen die Hilferufe Eingeklemmter. 200 Feuerwehrleute mussten sich mit Schneidbrennern bis spät in die Nacht durch die zerstörten Waggons kämpfen, um Verletzte und Todesopfer zu bergen.
Die Unglücksursache ist noch unbekannt: Beide Garnituren, in die je 1.200 Passagiere passen, sind per Computer gesteuert. Eine Auswertung der Daten „soll Aufklärung bringen“, so Bürgermeister Adrian Fenty, warum der Zug nicht rechtzeitig stoppte. Erste Indizien deuten auf einen Fehler im Signalsystem hin.
„Fenster barsten“. „Die Wucht riss Menschen zu Boden, Sitze stürzten um, Fenster barsten“, berichtete eine Augenzeugin im Lokal-TV: „Und dann die durchdringenden Schreie der Verwundeten“. Alles sei blitzschnell passiert, „wie bei einem Autounfall“, so ein weiterer Zeuge: „Viele weinten, andere saßen nur stumm da“. US-Präsident Barack Obama drückte den Opfern sein Mitgefühl aus.
Wunder. Die meisten Toten gab es im letzten Waggon des von hinten getroffenen, zwischen den Stationen Fort Totten und Takoma stehenden Zuges. In diesem Abteil sitzt meist Mike Corcoran. „Es ist näher zum Ausgang meiner Station“, sagt er im US-TV: „Doch ich war diesmal zu faul, nach hinten zu gehen“. Umso überschwänglicher sei er von seiner Frau und den vier Kindern zu Hause begrüßt worden.

# 23. Juni: Die letzten Stunden der Farrah Fawcett

Der Lebenspartner von Farrah Fawcett (62), Ryan O´Neal, will seine an Krebs sterbende Hollywoodschauspielerin jetzt am Sterbebett doch noch heiraten. „Ja, wir sind verlobt“, erzählt er ABC-TVs Diva Barbara Walters: „Ich habe sie gefragt und sie hat eingewilligt“. Nur ein Problem gebe es, sagt er in dem, am Freitag im US-Fernsehen ausgestrahlten Interview: „Wir wollten warten, bis sie fähig ist, zumindest das Ja-Wort zu sagen“. Fawcett, deren Krebsdrama durch die aufwühlende TV-Doku Farrah´s Story die Welt erschütterte, sei derart mit Schmerzmittel vollgepumpt, so O´Neal (68), dass sie kaum mehr sprechen könne. „Sie kann ja auch mit Kopfnicken ihr Einverständnis geben“, so der Schauspieler resignierend.
Keine Perücke. Farrah wollte bei der Zeremonie keine Perücke tragen – nachdem sie ihre weltberühmte Lockenpracht nach aggressiven Chemo-Behandlungen längst verlor. 2006 war der Star aus der TV-Hitserie Charlie´s Angels mit Analkrebs diagnostiziert worden. Trotz experimenteller Krebsoperationen – darunter in der deutschen Alpenpark-Klinik – bildeten sich Metastasen an Leber und Lunge. Jetzt kämpfe sie um ihr Leben, schlug O´Neal Alarm über ihren möglichen, baldigen Tod.
Ins Spital gebracht. Am Montag wurde sie wieder in eine Klinik in Südkalifornien eingeliefert. Warum haben sie nicht früher geheiratet, mit 30 Jahren zusammen und einem gemeinsamen Sohn, Redmond O´Neal (24)? „Sie wollte ihre Unabhängigkeit“, sagte er: Sie hätte immer gelacht, als er oftmals versuchte, um ihre Hand anzuhalten.
Bereits im Vorjahr wollten sie in Deutschland heiraten, verrät er. Die Bürokratie dort hätte die Sache jedoch vermasselt. Anstatt wegen der Umstände die Prozedur zu vereinfachen wurde sie mit Fragen durchlöchert. O´Neal: „Sei wollte dann nicht mehr…”

# 22. Juni: Jolies gute Mine zum bösen Spiel?

Vielleicht macht Hollywood-Traumfrau Angelina Jolie (34) nach all den Reports über Zoff mit Partner Brad Pitt (45) bloß gute Mine zum bösen Spiel. „Ja, ich würde gerne meinen Familie vergrößern“, meinte sie jetzt in einem CNN-Interview. Dabei sind Jolie und Pitt mit ihrer sechsköpfigen Multikulti-Kinderschar schon jetzt kaum unterbeschäftigt: Es tummeln sich die Zwillinge Knox und Vivienne (1), sowie Tochter Shiloh (3) als leibliche Kinder, Maddox (7), Pax (5) und Zahara (4) wurden adoptiert. „Wir lieben Kinder“, so Jolie: „Wir wollen eine große Familie“. Ihr Schluss: „Sag niemals nie zu noch mehr Kindern“. Besonders angetan ist sie von den vielen Geburtstagen: „Mit so vielen Kids ist das ganze Jahr eine einzige Geburtstagsfeier – und die älteren Kinder helfen bei der Planung für die Partys der Kleinen“.
Schwanger? Vor der Welle an Trennungsgerüchten waren bereits Gerüchte über eine neue Schwangerschaft kursiert. Auch eine perfide Vermutung machte die Runde: Sie sei demnach schwanger, doch sich nicht ganz sicher, ob Pitt der Vater sei. Sie hätten ja eine Weile getrennt gelebt, so ein Insider: „Ich hoffe, dass Brad der Vater ist – sonst wäre wirklich alles vorbei!“
Hormonlauf. Und noch ein Indiz für Jolies mögliche Baby-Freuden: Vielleicht brach sie wegen heftigem Hormonstrom so emotional bei dem Interview unter Tränen zusammen – als sie über das Schicksal von Flüchtlingen berichtet, für die sie sich als UN-Ehrenbotschafterin einsetzt.

# 21. Juni: Obama als strenger Dad

Die Arbeitstage im White House sind für Barack Obama zermürbend, der Stapel an Problemen, Reformprojekten und Weltkrisen wirkt meist überwältigend. Doch beim Abendessen mit Gattin Michelle und den süßen Töchtern Sasha (8) und Malia (10) beginne seine “größte Herausforderung”, so Obama in einem CBS-Interview, das gestern zum US-Vatertag ausgestrahlt wurde: Den Kindern trotz ihrer Adresse am berühmtesten Wohnort der Erde ein “möglichst normales Leben zu bieten”.
Wenn es um die Erziehung seiner Töchter gehe, sieht sich Obama als “ziemlich alte Schule”. Ein striktes Regime täglicher Pflichten soll den Mädchen “Struktur” geben: “Sie müssen die Betten machen, Hund Bo füttern, ihre Hausübungen fertig haben”, so Obama. Und fast drakonisch wirkt die Regel: Kein TV während der Woche (siehe rechts). Obamas Philosophie: “Kinder gedeihen dank klarer Anweisungen – sie sehnen sich nach Struktur”.
Doch Obama genießt sichtlich, dass nach dem Stress des Wahlkampfes die Familie nun unter einem Dach lebt: Nach dem Dinner hilft er bei den Hausaufgaben, am Sonntag sieht er ihnen beim Fußballspielen zu. Spätabends legt er dann noch eine Schicht im Oval Office ein.
Obama will auch in seiner Rolle als “Father-in-Chief” zum Vorbild werden. Immerhin ist er der erste Präsidenten-Vater kleiner Kinder seit John F. Kennedy: “Da zu sein im Leben deiner Kinder ist das wichtigste, was ein Vater tun kann”, sagt er: “Für sie – und für dich selbst”. Und: “Jede Studie belegt, dass Kinder ohne Väter benachteiligt sind”. Amerikas Männern redet er ins Gewissen: “Jeder Idiot kann ein Kind zeugen, die echte Herausforderung ist, ein guter Vater zu sein”.
Sein eigener Dad verließ ihn, als er zwei Jahre alt war, danach sah er ihn nur selten. Doch selbst die kleinsten Gesten wären für ihn essentiell gewesen, so Obama heute: “Er schenkte mir etwa den ersten Basketball – was heute meine Liebe zu dem Sport erklärt”.

# 21. Juni: Sagt Rihanna gegen Brown aus?

Es könnte die Zeugenaussage des Jahres werden: Popstar Rihanna (22) soll in einem Gerichtsgebäude in Los Angeles heute als Kronzeugin im Prozess gegen ihren Ex-Freund, R&B-Star Chris Brown (20), berichten, was sie in der Horrornacht des 8. Februar durchmachte. Rihanna (Robyn Fenty im wirklichem Namen), war von Brown auf der Heimfahrt von einer Vorfeier zur Grammy-Party halb tot geprügelt worden. Brown rastete aus, schlug ihr mit der Faust ins Gesicht, riss sie an den Haaren, biss sie ins Ohr und würgte sie. Er drohte: „Ich werde dich umbringen!“ Ein Foto der verprügelten Sängerin, wo im verschwollen Gesicht Blutergüsse und blutverkrustete Lippen zu sehen waren, schockierte die Welt. Brown drohen bis zu fünf Jahre Haft.
Kampf um Deal. Browns Staranwalt Mark Geragos hatte bis zuletzt gegen Rihannas Aussage gekämpft, mit dem Ansuchen auf eine Verschiebung sogar Kaliforniens Höchstgericht bemüht. Verzweifelt wurde auch um einen Deal mit der Staatsanwaltschaft gerungen: Brown würde sich dabei schuldig bekennen, eine bedingte Strafe samt Hilfsarbeiten akzeptieren. Der Knast bliebe ihm erspart. Doch dass dieser Deal nicht längst zustande kam, sei ein klares Signal, so Rechtsexperten, „dass die Ankläger nach einer harte Verurteilung trachten“. Rihanna war zur Aussage bereit: „Sie wird tun, was ihr das Gericht aufträgt“, so eine Sprecherin.
Kein Live-TV. Eines ist bereits fix: Sollte Rihanna aussagen, werde es keinen „O.J.-Moment“ geben. Die Richterin lehnte eine TV-Live-Übertragung wie einst im Jahrhundertprozess gegen Ex-Footballstar O.J. Simpson ab. Dennoch könnte die Szene zu einer der dramatischsten der jüngeren US-Justizgeschichte werden: Der zierliche Jungstar aus Barbados im Zeugenstand, Details einer unfassbaren Prügelorgie, ihr Peiniger bloß ein paar Meter entfernt.
Neue Liebe? Rihanna legte nach dem Horror ein beeindruckendes Comeback hin: Ihre Musikkarriere, mit der sie 35 Millionen Dollar scheffelte, kurbelte sie mit einem sexy Video zum Song „Paranoid“ an. Die Liebesbeziehung mit Kanada-Rapper Aubrey „Drake“ Graham (22), die im April begann, soll „sich intensivieren“, so Insider.
Brown kämpft um Ruf. Browns PR-Offensive zur Imagereparatur läuft ebenso auf Hochtouren: Zuletzt veröffentlichte er via YouTube ein Botschaft an seine Fans. Kernaussage: „Ich bin kein Monster“. Eine Versöhnung mit Rihanna kann der Prügler wohl abschreiben: Zuletzt bebte zwar der Boulevard, als beide das gleiche NBA-Basketballspiel in Florida besuchten und „angeblich Sitze nebeneinander bestellten“. Eine Falschmeldung: Sie saßen weit entfernt voneinander.

# 20. Juni: Fox gegen Jolie

Sie hat Traumfigur, Tatoos, Talent und den Hang zur Kontroverse: Hollywood jubelt über Jungstar Magan Fox, die immer eklatanter an Filmgöttin Angelina Jolie erinnert.
Es war wie ein erotischer Triumphzug. Hollywood-Jungstar Megan Fox (23) zeigte bei der Premiere des Blockbusters Tranformers II in Berlin im transparenten, mit Schlangengürtel zusammengehaltenem Stoff Brüste und Beine. Dann London: Ihr Traumkörper diesmal gehüllt in ein elegantes, schwarzes Designerkleid. Nächste Premiere in Tokio: Diesmal violette Seide, tief ausgeschnitten. Jetzt steht Unterhaltungswelt Kopf über die die Geburt einer Sexbombe.
Wer ist sexier? Schon lange faszinierte ihr kometenhafter Aufstieg: Sie begann als Model, 2007 schaffte sie mit dem ersten Transformers-Streifen den Durchbruch in Hollywood. Und vor allem: Mit Schmollmund, brünetter Haarpracht und einem mit fantasievollen Tattoos übersäten Körper erhielt sie zunächst den Spitznamen „Jung-Jolie“. Doch jetzt eskalieren die Vergleiche mit der Filmdiva Angelina (34). Und während Jolie von Forbes gerade zur mächtigsten Schauspielerin gekürt wurde, läuft ihr die freche, junge Fox zusehends den Rang als aufregendste Filmschönheit ab: Zuletzt wurde Fox vom Magazin FHM zur „Sexiest Woman“ gewählt. Und Massenblätter rund um die Welt fragen, illustriert mit Oben-Ohne-Bildern: „Wer ist sexier?
Jolie soll, so US-Tabloids, bereits in leichte Panik verfallen sein: Besonders seit Fox ihr als Lara Croft in der Tomb-Raider-Serie nachfolgen könnte.
„Packung Joints“. Der Jungstar führt den Weltruhm eher auf den Erfolg der Transformers-Filme und ihrem Hang zu dreisten Aussagen – und weniger auf ihr Sexappeal zurück: „Ich tauchte in diesem Film auf, der plötzlich 750 Millionen Dollar einspielte“, sagte sie. Dazu liebe Hollywood die Kontroversen, die sie als „provokante Persönlichkeit“ auslöse: Obwohl sie nicht wie Jolie, die einst ihr Blut in einer Pipette um den Hals trug, für Skandale in Serie sorgt, nimmt sich Fox selten ein Blatt vor den Mund. Vielleicht ist es eine Rebellion gegen ihre strikte Mutter: „Ich hatte Hausarrest – so ziemlich die ganze Zeit“, so Fox. Jetzt wollte sie Marihuana nicht als Droge bezeichnen und forderte die Legalisierung: Fox. „Ich wäre die erste, die mir eine Packung Joints kauft“.
Bisexuell. Gegenüber GQ gab sie, 18-Jährig, zu, sich in eine Stripperin verliebt zu haben. Ihr Schluss: „Alle Menschen haben die Fähigkeit zur gleichgeschlechtlichen Liebe“. Bis heute beteuert sie, „bisexuell“ zu sein. Dann vergrämte sie den Bibelgürtel Amerikas, als sie hoffte, dass die Film-Monstermaschinen allen „Bibelpredigern, Hillbillys und Schwulenfeinden der US-Provinz“ den Gar ausmachen sollten.
Doch trotz dem Hang zur Kontroverse ist sie – wie einst auch Jolie – diszipliniert und zielstrebig genug, nicht wie Jungstars á la Lindsay Lohan zu verglühen: „Wer soll mich ernst nehmen, wenn ich dauernd in Discos herumhänge“. Nach der Trennung von Schauspieler Brian Austin Green (35) sei sie „single“. Obwohl sie sich bei Premieren so verliebt an Kostar Shia LaBeouf (23) schmiegt, dass sie entweder schwindelt – oder wirklich eine gute Schauspielerin ist.

# 20. Juni: Neue Leber für Steve Jobs

Apple im Aufwind: Boss Steve Jobs kehrt zurück, das neue iPhone ist ein Verkaufshit.
New York. Apple-Chef Steve Jobs (54) soll in zwei Wochen wieder das Kommando über das Tagesgeschäft des iPhone-, iPod- und Mac-Herstellers übernehmen. Laut einem Bericht des Wall Street Journal hat Jobs sich dafür in einer Spezialklinik im US-Staat Tennessee eine neue Leber einsetzen lassen. Der Apple-Chef gilt als Antriebsmotor und kreatives Herz des Unternehmens. Als er sich im Februar zurückzog, stürzten zunächst die Aktien.
iPhone-Hype. Doch jetzt begeistert der Konzern mit dem Verkaufsstart des neuen Turbo-iPhones 3G S (flotteres Web, Autofokuskamera, Videofunktion) Fans und Analysten. 500.000 der Geräte könnten dieses Wochenende in den USA und sieben weiteren Ländern verkauft werden. Apple habe seine Spitzenposition im hart umkämpften Markt der Alleskönner-Handies „einzementiert“, so US-Medien.
Jobs Krankheit gibt jedoch weiter Rätsel auf: Zuletzt hieß es, er hätte an einer Verdauungsstörung gelitten. 2004 wurde Jobs ein Krebstumor an der Bauchspeicheldrüse entfernt.

# 19. Juni: Irrer Kim zilet auf Hawaii

Washington. Nordkoreas Diktator Kim Jong-Il könnte jetzt einen Krieg mit dem USA provozieren: Die US-Streitkräfte bringen rund um Hawaii Raketenabwehrsysteme in Stellung, nachdem Nordkorea Anfang Juli eine seiner Langstreckenraketen in Richtung der US-Pazifikinseln abfeuern könnte, so Medienreports. Die Rakete der Type Taepodong-2 war, so Spionagesatelliten, zur Abschussrampe auf der Militärbasis Musudan-Ni transportiert worden.
Alarm im Pazifik. Die Rakete könnte mit einer Reichweite von 6.500 Kilometer die Hawaii-Inseln mit der Millionenstadt Honolulu zwar nicht ganz erreichen: 500 Kilometer fehlen. Doch Pentagon-Chef Robert Gates ist alarmiert: „Wir beobachten die Lage“. Eine schwimmende Riesen-Radaranlage sowie Abfangraketen auf Hawaii und Alaska sind bereit. Kim könnte als ultimative Provokation die Rakete am 4. Juli – Amerikas Unabhängigkeitstag – starten.
Die US-Marine verfolgt inzwischen einen Frachter mit möglichem Kriegsmaterial. Laut den neuen UN-Sanktionen muss das Schiff durchsucht werden.

# 19. Juni: iPhone-Hype

Experten erwarten für Apples neues iPhone einen Traumverkaufsstart in den USA.
New York. Die Euphorie um den US-Verkaufsstart der neuen Turboversion „3G S“ von Apples Kulthandy iPhone erreicht neuerlich Hype-Dimensionen: Tausende belagerten bereits die Nacht zum Freitag Apple-Läden von San Franzisko bis New York. 500.000 bis 700.000 der Highspeed-Geräte, die schnellere Internetanbindung, Autofokus-Kamera, Videofunktion und „Sprachkontrolle“ bieten, könnten dieses Wochenende verkauft werden, rechnen US-Analysten. Das reiche zwar an die Millionen abgesetzter Geräte beim Verkaufsstart der letzten Version („3G“) vergangenen Juli nicht ganz heran. Ein Grund: Neben den USA startet der Verkauf diesmal in nur sieben weiteren Staaten, 2008 waren es 21. In Österreich beginnt der Verkauf nächsten Freitag.

# 18. Juni: Hollywood-Stories

Vor ihr zittert sogar Hollywood-Göttin Angelina Jolie: Jungstar Megan Fox (23). Die wegen Schmollmund, perfektem Body und Faible für Tattoos „Jung-Jolie“ getaufte Senkrechtstarterin demonstrierte jüngst am Roten Teppich bei der Transformers-II-Premiere in Berlin auch warum: Die Haare streng nach hinten frisiert, ihre Brüste durch das transparente Kleid sichtbar, die langen Beine durch den Rockschlitz freigelegt, das maßgeschneiderte Tuch durch eine Schlangenschnalle zusammengehalten. „95 Prozent Bein“, kommentierte der Internetdienst TMZ.
Entdeckt wurde Fox im Blockbuster sich transformierender Maschinenmonster. Jetzt dominiert sie mit ihrer PR-Tour zur Bewerbung von Teil II die Unterhaltungspresse. Und Produzenten reißen sich um sie: Fünf Filme dreht sie, geplant ist ein Rolle als Buffy the Vampire Slayer. Mit freizügigen Fotos wie im Magazin FHM und dreisten Aussagen schockiert sie: „Ich besitze eine provozierende Persönlichkeit“, sagt sie: Die Branche liebe eben Kontroversen. Sie setzte sich für die Legalisierung von Marihuana ein: „Das ist für mich keine Droge und sollte legal sein“. Dann goss sie mit den Andeutungen von Bixsexualität Öl ins Feuer: „Als ich 18 war wollte ich eine Beziehung mit einer Stripperin“, erzählte sie GQ. Analysiert werden ihre Tattoos, darunter Shakespeare-Zitate und ein Marilyn-Monroe-Portrait.
Ihr Liebesleben: Turbulent, mysteriös. Die Romanze mit Schauspieler Brian Green zerbrach im Februar. Sie schien liiert mit Transformer-Kostar Shia LaBeouf (23). Doch zuletzt sagte sie: „Ich bin single“. Fast „panisch”, so Tabloids, reagiere Jolie auf die junge Konkurrenz. Besonders nach Gerüchten, dass Fox ihr als Lara Croft in der Hitserie Tomb Raider Jolie nachfolgen könnte.

Fast sorgt Superstar Charlize Theron (33) als Aktivistin für mehr Aufregung als mit ihrer Oscar-gekrönten Schauspielkarriere: Die Südafrika-Beauty, die gleich in drei Filmen im TV zu sehen ist, demonstrierte zuletzt für die Homoehe, schickte Protestnoten an Nobelrestaurants, die vom Aussterben bedrohte Blauflossenthunfische servieren.
Workaholic. Die Traumfrau feuert eben stets aus allen Zylindern: In den nächsten 20 Monaten werkt sie gleich bei sieben Filmprojekten mit. In Kürze landet der Science-Fiction-Thriller The Road im Kino. Und mit Hochspannung erwartet wird The Brazilian Job, die Fortsetzung der italienischen Version des Gangster-Krimis aus dem Jahr 2003.
Theron, 2007 von Esquire zur schärfsten Frau des Planeten gekürt, schaffte es an die Spitze trotz einer düsteren Jugend, so eine aktuelle Skandalbio. So musste sie einst zugeben, dass ihr Vater keineswegs, wie zuerst behauptet, in einem Verkehrsunfall starb. Wahr ist: Ihre Mutter hat ihn erschossen – aus Selbstverteidigung. Charlize war da 12 Jahre alt.
Baby? Nach dem Familientrauma hat sie selbst beim Kinderkriegen keine Eile: Obwohl ihre Langzeitbeziehung mit Briten-Boyfriend Stuart Townsend (36) nach einem Krach beim Neujahrsurlaub wieder gekittet scheint, sagte sie zuletzt: „Ich bin bereit für ein Baby – doch werde nicht stressen lassen“.

Selbst für die Hotel-Blondine Paris Hilton (27) waren es turbulenet Tage: Zuerst erwischte sie ihren Freund Doug Reinhardt (24), in einer L.A,-Disco mit einer anderen Blondine. die sie mit Eiswürfeln und Obst bewarf. Dann gab sie den Breakup bekannt – und vergnügte sich bloß 24 Stunden später mit Fußball-Megastar Cristiano Ronaldo (24). Ganz in Hilton-Manier: Champagner um 15.000 Dollar, keine Unterwäsche, Abmarsch ins Privatgemach. Die nächste Nach trommelte wieder Reinhardt an die Türe: Auch der durfte rein. Doch es mehren sich die Indizien, dass sie nun doch eine Long-Distance-Beziehung mit dem Meisterkicker wagen wolle. Sie reise in Kürze nach Dubai, so Insider zum Britenblatt Daily Star: „Sie wollen sich treu und mit SMS in Kontakt bleiben“. Der Vorteil der Beziehung: Beide sind steinreich. Sie muss ihm nicht misstrauen, bloß hinter ihrem Erbe her zu sein.

Fehlt dem Hollywoodpaar Tom Cruise (46) und Katie Holmes (30) einfach die Zeit für eines der wichtigsten Ingredienzien des Beziehungsglücks: Sex? Katie soll seit Monaten eine „sichtlich schlechte Laune plagen“, fiel Freunden laut Closer Magazine auf: „Sie ist frustriert, dauernd in seinem Schatten zu stehen“. Und: Wegen seiner Karrieresucht bliebe kaum mehr Zeit für „intime Momente“, lamentierte sie.

Niemand kann Friends-Blondine Jennifer Aniston (40) Faulheit vorwerfen: Wochenlang legte sie bei den Dreharbeiten ihres neuen Filmes The Baster zermürbende Arbeitstage mit meist 14 Stunden am Set hin. Jetzt wurde es ihr zu viel: Sie kollabierte. Der Grund: Entwässerung. Fast hysterisch hätte sie geschrieen, so Tabloids: „Ich will endlich eine Pause“.

Der Teeniebandsänger Nick Jonas (Jonas Brothers) brauchte als neuer (alter) Boyfriend des Hannah-Montana-Stars Miley Cyrus (16) nicht eifersüchtig sein. Oder doch? Da schmuste sie hingebungsvoll mit nassem T-Shirt in der Brandung mit Kostar Liam Hemsworth. Alles für ihren neuen Films The Last Song in Savannah freilich. Doch sie tollte so frivol mit dem Mimen herum, dass es prompt amouröse Gerüchte hagelte. Bestes Beispiel, dass neben der Schauspiel- und Musikkarriere auch das Liebesleben des Teenstars fesselt: Nach dem Aus mit Unterwäschemodel Justin Gaston landete sie in den Armen ihres Ex, Jonas (16). Auch wenn sie wenig Zeit füreinander haben: Jonas tourt gerade durch Europa. Die Versöhnung muss ihr nicht leicht gefallen sein, denn der Schmerz der ersten Trennung wäre furchtbar gewesen, sagt sie: „Ich heulte ein ganzes Monat lang“.

Die PR-Tour des Komikers Sacha Baron Cohen (37) zur Promotion der Brüno-Filmparodie über einen schwulen Ösireporter wird immer extremer: Er ließ sich nackt für GQ fotograferen, nervt bei Filmpremieren in skurriler Ledertracht. Doch immer mehr sagen: Es ist zu viel des Guten. Dazu traten einige Filmopfer bereits ein Klagslawine los.

Die Scheidung Mel Gibsons (53) von seiner Frau, mit der er sieben Kids hat, sorgte für Kopfschütteln. Dann verlautete der Lethal-Weapon-Star, dass er mit der neuen Russenfreundin Oksana Grigorieva (39) ein Baby erwartet. Jetzt hat er mit der Sängerin auch noch ein Duett geschrieben: Die Reaktion der Fachpresse auf den Titel Say My Name: „Autsch!“

# 17. Juni: Here comes Brüno

Der Countdown zum Skandalfilm des Jahres läuft: Am 10. Juli lässt Radikal-Komiker Sacha Baron Cohen (37) die bizarren US-Abenteuer des schwulen Ösireporters “Brüno” auf Kinobesucher rund um die Welt los. Wie ein Staatsgeheimnis hielt das Filmstudio NBC Universal den Steifen bisher unter Verschluss. Zuerst zitterte Österreich vor einer Image-Katastrophe ähnlich der, die Cohens früherer Charakter “Borat” (Kinoeinnahmen: 125 Millionen Dollar) Kasachstan zufügte. Jetzt nach den ersten eintreffenden Kritiken ist Panikstimmung angesagt: “Brüno hat keine Scheu, Österreichs berühmtesten Export, wie er sagt, Adolf Hitler, beim Name zu nennen”, schreibt die britische “Sun”. Im Gegenteil: “Der Naziführer wird erwähnt so alle fünf Minuten”.
In einem Interview mit dem Modemagazin Marie Claire – Teil einer gewaltigen PR-Offensive zur Vermarktung des Films – hatte Cohen Brünos Heimatland mit Monster-Vergewaltiger Josef Fritzl in die Magengrube geschlagen. Den “Austrian Dream” beschrieb er: Leg dir ein Kellerverlies zu und zieh eine Familie darin auf! Mit provokant Auftritten rührt er die Werbetrommel: Zuerst landete er als “Paradiesvogel” bei den MTV-Awards mit nacktem Hintern auf dem Schoß des Rappers Eminem. Dann stürmte er mit gelben, kurzen Lederhosen und phantasievollen Leopardenkostümen Filmpremieren von New York bis Paris.
Und Brüno erobert die Cover der Hochglanzmagazine: Splitternackt zeigte er sich jetzt mit blondem Strähnenhaar und Schmollmund auf der Titelseite des Männermagazins GQ: Die Pose sollte auch eine Parodie auf das berühmte Titelbild mit Jennifer Aniston sein, als deren einziges Kleidungsstück eine Krawatte war.

# 16. Juni: Sexy Willis

Hollywood-Rabauke Bruce Willis (54) hat die Liebe wieder gefunden. Es wäre für ihn, so der Stirb-Langsam-Star im Magazin “W”, eine komplette Kehrtwende von “zur Hölle mit der Liebe” zu “Liebe ist wirklich die Antwort” gewesen. Zehn Jahre lang hätte er nach der Trennung von Demi Moore (46) meist ein Single-Dasein geführt, so Willis: “Ich fühlte mich miserabel, es war die Hölle”. Doch dann wäre das Model Emma Heming (32) in sein Leben getreten. Und für Willis gab es ein Happyend: “Jetzt bin ich wieder glücklich”.
Durch die Aufsehen erregende Fotoserie in der Hochglanzpositille ist auch leicht ersichtlich warum: Als SM-Paar posieren Willis und Heming in der “Flitterwochen”-Hotel getauften, auf Avantgarde getrimmten Bilderserie in einem coolen New Yorker Hotel. Er meist nackt, tätowiert, körperlich in Höchstform und in Handschellen, sie als strenge Emma in Sadomaso-Lederkluft gepfercht. Er hält sie zärtlich am Schoß, sie “reitet” ihn in der Hotelküche, wartet, ihre prallen Brüste herausstreckend, auf ihn vor dem Bad, drückt ihn auf eine Tisch, räkelt sich mit 25 Zentimeter hohen Plattformschuhen auf der Terrasse.
Willis, der trotz fortgeschrittenem Alter weiter zu Hollywoods Top-Kinomagneten zählt, führt weiter über frühere, dunkle Tage aus: “Ich habe mir eingeredet, zwar allein zu sein, aber nicht einsam”. Schließlich bemerkte er: “Ich habe mir nur was vorgemacht”. Die Erlösung brachte Emma. Ende März heiratetet sie in einer Traumhochzeit im Karibikparadies der Turks und Caicos. Jetzt seien sie regelrecht süchtig nacheinander, enthüllt Willis: “Wir treiben es in der Öffentlichkeit, an den verrücktesten Orten, es ist fast krankhaft”.
Besonders stolz ist Willis auf das Verhältnis, dass er zu seiner Exfrau Demi Moore (verheiratet zwischen 1987 und 2000), deren Gatten Ashton Kurtcher (31) und den drei Kindern hat. “Wir sind wie ein Stamm, wie eine Großfamilie”, so Willis. Es hätte für Aufsehen gesorgt: “Viele sind erstaunt, wie wir den Schmerz der Trennung hinter uns ließen und unseren Kinder oberste Priorität gaben”. Er hatte eine Riesenglück, dass alles so glatt ging, sagt er: “Wir haben so viel Spass zusammen”. Und: “Ich liebe Demi immer noch – und habe den größten Respekt, wie sie ihr Leben führt”.

# 15. Juni: Das System Brüno

Zur größten Herausforderung wurde für Briten-Brachialkomiker Sacha Baron Cohen (37) bei seiner Parodie “Brüno” (ab 10. Juli im Kino): Wie kann er trotz der Berühmtheit nach “Borat” noch genügend Opfer für seine Streiche, diesmal als schwuler Ösi-Modereporter finden? Klagen bieten jetzt Einblick in das “System Cohen”: 30 Scheinfirmen hatte Cohen zur Täuschung eingerichtet. Die brisanten Dokumente stammen, so der britische “Telegraph”, aus der Millionen-Klage der Kalifornierin Richelle Olson: Die behauptet, wegen Gehirnverletzungen durch Tumulte beim Dreh im Rollstuhl zu sitzen (ÖSTERREICH berichtete).
Die Frau erinnert sich: “Ein Vertreter einer Filmfirma rief mich an, ob eine Berühmtheit die Zahlen meines, für wohltätige Zecke abgehaltenen Bingo-Spieles verlesen könne”. Die Szene sollte vom “Discovery Channel” gefilmt werden. Doch es erschien Cohen in kurzen Hosen, der rasch vulgär wurde. Als sie ihm das Mikro entreißen wollte, hätte sie sich am Kopf verletzt. Die Filmfirma “NBC Universal” bestreitet den Vorfall.
Doch klar ersichtlich ist: Beim Provozieren der US-Bürger zu oft extrem schwulenfeindlichen Reaktionen wurden keine Kosten gescheut: Mit 42 Millionen Dollar hatte die Komödie Brüno – wo Cohen nach Amerika zieht, um der “berühmteste Österreicher seit Adolf Hitler” zu werden – ein Budget wie ein Hollywood-Blockbuster. Cohens Trickfirmen erhielten oft deutsche Namen wie “Deutsches Modefernsehen”. Websites wurden angefertigt, Briefpapier gedruckt, Personal angeheuert.
Sein Stab trat an potentielle Opfer stets mit ähnlichen Märchengeschichten heran: Europäische Doku-Filmer wollten “amerikanische Kultur” festhalten. Lange wurde die Opferliste: Die Nationalgarde in Alabama ließ den Blödler sogar eine Grundausbildung beginnen. Kongressmann Ron Paul gab ihm ein Interview. Ein Gemeindezentrum ließ sich überreden, dass eine deutsche TV-Station Seniorentanzstunden filmen könne. Dort tanzte dann Brüno mit Plattformschuhen mit seinem “Boyfriend” Tango, Zungenkuss inklusive.
Trotz allem Aufwand konnte die Filmcrew die teils explosiven Reaktionen nicht immer kontrollieren: Als er mit Milizen campte und plötzlich nackt ums Lagerfeuer tanzte, starrte er rasch in den Lauf von Pistolen.

# 14. Juni: Enthüllungsbuch: Der andere Obama

Das erste explosive Buch über US-Präsident Barack Obama hält die USA in Atmen: Enthüllt wird Obamas Hass auf Bill — und frühere Eheprobleme.
Washington. Obama habe in der Vorwahlschlacht gegen Hillary Clinton deren Gatten Bill, so Newsweek-Autor Richard Wolffe in Renegade, The Making of a President, richtig hassen gelernt. „Was soll ich mit einem ehemaligen Präsidenten anfangen, der plumpe Lügen verbreitet“, wütete Obama, nannte ihn „gemeingefährlich“. Der Zorn kostete Hillary sogar später die Kür zur Vizekandidatin: Obama verwarf die Idee eines „Dreamteams“ und kürte Senator Joe Biden. Der Grund: Er war immer noch stinksauer auf Bill.
„Egoismus“. Als Obama im Jahr 2000 für den US-Kongress kandidierte, erreichte die Obama-Ehe den eisigen Tiefpunkt: „Sie redeten kaum miteinander, ihre Romanze schien erkaltet”, so der Autor: Michelle erachtete seinen „egoistischen Karrierismus“ als Zeitvergeudung, fühlte sich mit den kleinen Töchtern alleingelassen. Auch im Vorwahlkampf explodierte sei einmal. Nachdem es Obama in Texas wieder nicht schaffte, Hillary zu bezwingen, tobte sie: „Ihr überlegt euch lieber eine bessere Strategie, wenn ich weiter mitmachen soll“.
Geräusche im Hotel. Aufgeräumt wird auch mit dem Mythos, dass Obamas Traumreden fast wie von selbst über die Lippen kommen. Er arbeite hart daran: 2007 hatte Obama für eine wichtige Rede sogar eine Woche lang im Hotelzimmer geübt. Er wollte seinen Stab überraschen: „Beim Üben drehte er das TV-Gerät laut auf“, so sein Sprecher. „Mysteriöse Geräusche” drangen aus dem Zimmer. Er nach der fulminanten Rede enthüllte er seinen erstaunten Beratern, dass er eine ganze Woche heimlich übte.

# 14. Juni: Weiter Zoff im Hause Brangelina

Alle Dementis helfen nichts: Die Trennungsgerüchte um das Traumpaar Angelina Jolie (34) und Brad Pitt (45) geraten immer wilder. Pitts intensiver Kontakt zur Ex Jennifer Aniston (40) könnte die Familienidylle mit der sechsköpfigen Multikulti-Kinderschar sprengen. Von Hollywoods spannendstem „Dreiecks-Drama“ sprechen Insider.
„Brad, ich bin hier!“ Zuletzt traf sich Pitt, so das Magazin Star, mit Aniston um 1 Uhr Nachts im Manhattaner Gramercy Park Hotel. Verraten habe das Geheimtreffen Anistons Chauffeur: Aufgeregt wie ein Teenager hätte sie während der Fahrt SMS verschickt. Dann rief sie ihn an: „Brad, ich ich bin hier!“
Zwei Stunden lang hätte ihr der Inglourious-Basterds-Star bei Cocktails in der Lounge sein Herz ausgeschüttet, gebeichtet, dass es „alles kein Spaß mehr ist mit Angie“. Er lenke sich selbst durch ein dichtes Arbeits- und Freizeitprogramm ab. Vor allem wegen Tochter Shiloh würde er vor einer Trennung zurückscheuen, heißt es: Sie sei „sein kleiner, süßer Engel“, erzählen Freunde: Zu ihrem dritten Geburtstag schenkte er ihr eine Halskette in Herzform um 15.000 Dollar. Mit den weiteren, adoptierten Kids Maddox (7), Pax (5) und Zahara (4), sowie den leiblichen Baby-Zwillingen Knox und Vivienne könnte eine Trennung in eine herzzerreißenden Familientragödie ausarten.
Tränen. Das für Jolie leidige Thema Aniston führte auch bei ihrem 34. Geburtstag zu Tränenausbrüchen. „Sie kann ihre Rage und Eifersucht kaum im Zaum halten“, so Insider. Dazu nerve Jolie, dass er mit dreistem Junggesellenbenehmen auffällt: Er flirte, verfolge Eigeninteressen. Der Trip zur Schweizer „Art Basel“, samt Kauf eines 680.000-Euro-Gemäldes, deute auf eine Phase der Selbstfindung hin, so Brangelina-Watcher.

# 12. Juni: Vergast die Gänse

New York. Nach der Beinahekatastrophe durch Vogelschlag bei der Hudson-Wunderlandung von Piloten Chesley „Sully“ Sullenberger rückt New York dem Federvieh zu Leibe: 2.000 Kanada-Gänse sollen im Radius von acht Kilometern um die Flughäfen JFK und LaGuardia mit Giftgas getötet werden. Flughafenmitarbeiter sollen dazu im Umgang mit Schrotflinten ausgebildet werden, um Vögel abknallen zu können. 77 mal kollidierten Gänse mit Jumbos seit 1999, im Jänner fielen bei US-Airways-Flug 1549 beide Triebwerke aus. Der Jet landete im Hudson-Fluss.

# 11. Juni: Mord im Holocaust-Museum

Schock in den USA nach der Attacke eines Neonazis auf das Holocaust-Museum.
Washington. Ein Wachmann (39) starb nach der Schießerei im Holocaust-Museum in Washington. Der 88-Jährige Amokläufer, James von Brunn, schwebt in Lebensgefahr. Der notorischer Neonazi und Judenhasser betrat am Mittwoch mit einem antiken Winchester-Gewehr (Kaliber 0.22) das Museum. Er eröffnet das Feuer. Unter den Hunderten Besuchern, darunter Schulklassen, bricht Panik aus. Die Guards brüllen: „Kopf runter!“ Er trifft einen Wachmann, zwei andere stoppen ihn mit Kopfschüssen.
Weiter Ziele. Über eine Website bombardierte der Rassist Juden und Farbige mit Hasstiraden. Den Holocaust selbst bezeichnete er als „Witz“. 1981 wollte Von Brunn mit einer abgesägten Schrottflinte das Büro des damaligen US-Notenbankchefs Paul Volcker stürmen. In Von Brunns Auto fand die Polizei ein Liste mit weiteren Anschlagszielen. Zuletzt wurde in den USA ein Anstieg rechtsextremer Gewalt registriert: 926 “Hassverbrechen” gab es 2008.

# 11. Juni: HOLLYWOOD-Stories

Ihre Rolle in dem auf die Tränendrüse drückenden Leukämie-Drama My Sisters Keeper nahm Film-Beauty Cameron Diaz (36) zum Anlass, sich erstmals wegen ihrer eigenen Familientragödie zu öffnen: Ihr geliebter Vater Emilio Diaz (58) starb im Vorjahr plötzlich an Lungenentzündung während der Dreharbeiten. Diaz enthüllt jetzt, wie ihr Kolleginnen und Crew als „spontanes Support-System“ über den furchtbaren Verlust hinweghalfen: „Ohne deren tägliche Hilfe hätte ich es nicht geschafft“.
Kein Wunder, dass sie am Filmset zwecks Trost eher fündig wurde als im Schlafgemach: Denn zu oft wechselt die langbeinigen Blondine, die am Samstag im TV in der Komödie Hochzeit meines besten Freundes zu sehen ist, ihre Bettgefährten: Mit Briten-Model Paul Sculfor (38) machte sie Schluss, angeblich weil sie nicht mit ihm aufs englische Land hatte ziehen wollen. Verfrüht schienen kolportierte Hochzeits- und Kinderpläne.
Nach dem jüngsten Breakup musste sich der Charlies-Angels-Star eine Portion Häme gefallen lassen: Sie sei der „weibliche George Clooney“, wurde geätzt, unfähig zu langfristigen Beziehungen. Nicht dass sie nicht intensiv nach Mr. Right suche. Ihre Boyfriend-Bilanz ist lange: Schauspieler Matt Dillon, die Musikern Jared Leto, Julian Barry und Justin Timberlake. Jetzt soll sie sich Maroon-5-Sänger Adam Levine (30) geangelt haben.
Diaz nimmt die Headlines über ihre Liebestumulte gelassen. Trotz tickender, biologischer Uhr beharrt sie, dass ihr genügend Zeit zur Familiengründung bleibt: „Ich bin jung, ich habe Spaß“, erzählte sie Parade Magazine: „Mein Leben ist auch deshalb so aufregend, weil ich keine Kinder habe“.

Es wäre der dramatischste Schritt zur Entkräftung immer wilderer Trennungsgerüchte über Hollywoods Traumpaar Angelina Jolie (34) und Brad Pitt (45): Jolie soll die Idee einer Heirat an Pitt herangetragen haben, so der britische Mirror: „Früher war es eher Brad, der die Eheidee verfolgte“, so Insider: „Diesmal kam es von ihr“. Brads Gesicht hätte „aufgeleuchtet“. Brangelina-Watcher: Es wäre ein einzigartiger Coup, um den Sturm am Boulevard zu kalmieren.

Kein Sex? Jolie, gerade zur „mächtigsten Celebrity der Welt gekürt, absolviert offenbar einen Drahtseilakt zwischen Traumbraut und Single-Mum. Denn nicht verstummen wollen die Rosenkriegsgerüchte, ausgelöst durch ein Geheimtreffen von Pitt mit seiner Ex, Jennifer Aniston (40). Ihr hätte er gestanden, wegen der sechsköpfigen Kinderschar (drei adoptierte, drei leibliche) in „der Falle“ zu sitzen. Auch ihr Sexleben sei praktisch erloschen, so das Magazin Star: Sie versperre sogar das Schlafgemach. Den Sommer verbringen sie getrennt, er in L.A., sie in Frankreich. Wenn sich die Kinder an die getrennten Leben gewöhnt hätten, wollten sie es offiziell machen.
„Engel“ Shiloh. Doch Brad könnte es vor allem wegen Tochter Shiloh (3) nicht übers Herz bringen: Sie sei sein „kleiner Engel“. Sein jüngstes Geburtstagsgeschenk spricht Bände: Eine Diamanten-Halskette in Herzform um 15.000 Dollar.

Als Star in Film und Musikcharts hat sie alles erreicht, sogar US-Starpräsidenten Barack Obama durfte sie beim Inaugurationsball serenieren. Jetzt wolle Traumfrau Beyonce Knowles (27) mit Rapper-Gatten Jay-Z (39) offenbar ein neues Lebenskapitel aufschlagen. „Ich will einen Haufen Kinder“, sprudelte es in einem Marie-Claire-Interview nur so aus ihr raus. Sie sei eine ambitionierte Frau: „Wenn immer ich etwas mache, dann tue ich es mit vollem Einsatz“, so der Obsessed-Star. Durch das offene Schwärmen für eine Mutterrolle halten – trotz Dementis, bereits schwanger zu sein – Paparazzi Ausschau nach dem Baby-Bump. Dazu passt, dass Beyonce bereits über eine zweijährige Karrierepause nachdenke. Sie soll sich auch großartig mit ihrem vierjährigen Neffen Daniel verstehen. Gatte Jay-Z sei ebenfalls bereit. Und noch verdächtig: Umbauarbeiten in ihrem Apartment in New York.
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Was für eine Jugend! 14-Jährig sorgte sie durch sexy Posen vor Starfotografin Annie Leibovitz für Aufsehen. Jetzt soll der Hannah-Montana-Star Miley Cyrus ihre eigene Villa bekommen. Sie habe ein Haus um 1,4 Millionen Dollar im Visier. Vor ihrem 17. Geburtstag im November will sie dort einziehen. Daddy Billy Ray braucht nicht in Panik zu verfallen: Das Haus ist gleich neben seinem eigenen.
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Neuer Höhepunkt im Drama um die Lesbenbeziehung zwischen Hollywood-Jungstar Lindsay Lohan (22) und DJ Samantha Ronson (31): Nach dem turbulenten Breakup wurde das Paar zuletzt gemeinsam bei einem Rückflug nach L.A. gesichtet. Mehr noch: LiLo präsentierte einen Verlobungsring. Steht das Paar jetzt gar vor der Eheschließung?

Die Privatinsel im Karibikparadies der Bahamas ist der ultimative Fluchtort für Pirate-of-the-Caribbean-Star Johnny Depp (45). „Es ist der Ort der totalen Dekompression“, schwärmt der Traummann in Vanity Fair: „Gleich bei der Ankunft fällt der Puls um 20 Schläge“. Kein Ort sei „so pur, so wunderschön“ wie die 182 Hektar große Palmeninsel. Dort spannt Depp so oft wie möglich mit Gattin Vanessa Paradis sowie Tochter Lily-Rose (10) und Sohn Jack (7) aus. Er genießt, dass er hier völlig abgeschirmt von den Paparazzi relaxen kann. Depp setzt auf ökologisches Wohnen: Motorboote sind verbannt, einige Zimmer haben Sandböden. Die Strände benannte er nach Frau und Kindern. Und was macht man im Paradies? DVD-Schauen! Beim Reporterbesuch zog er sich den Film Tropic Thunder rein und schwärmte über die tolle Performance von Tom Cruise.

Sie gilt als skandalträchtigste der „verzweifelten Hausfrauen“. Jetzt wird Nicolette Sheridan (45) ihrem Ruf gerecht: Ihr jüngster Lover, Steven Pate, ist ein Ex-Häfnbruder: Er saß sechs Jahre Haft ab nachdem er zugab, wissentlich gestohlene Pferde für seine Rodeo-Geschäfte bezogen zu haben. Die Tiere waren aus einem Stall in Kalifornien geraubt worden.

Die durch die Adams Family berühmt gewordene Aktrice Christina Ricci (29) hat ihre Verlobung zu Komödianten-Boyfriend Owen Benjamin abgebrochen, bestätigte das US-Magazin People. Details wurden vorerst keine genannt, beide bleiben jedoch „Freunde“, so ihre Sprecher. Der Star hatte die Verlobung im März bekannt gegeben.

# 10. Juni: Der nächste Streich des schwangeren Mann

Es war eine normale, “natürliche Geburt”, so Krankenhaussprecher: Ein Bub, durchschnittliches Gewicht, ein gesunder, erster Schrei, keine Komplikationen. Die Umstände sind dennoch höchst ungewöhnlich: Geboren wurde das Baby von einem Mann, dem transsexuellen Amerikaner Thomas Beatie (35). Beatie war als “schwangerer Mann” mit Bart und Bauch zur Weltsensation geworden. Vor 12 Monaten brachte er Tochter Susan Juliette zur Welt, jetzt am Dienstag den Buben.
Er selbst versteht die Aufregung nicht: “Wir sind eine ganz normale, heterosexuelle Familie”, erzählte er ABCs TV-Diva Barbara Walters. Er saß strahlend neben Nancy, die Baby Susan am Schoß hielt. Die TV-Bilder schienen ihm recht zu geben: Wenn sich nicht unter seiner Lederjacke Schwangerschaft Nr. 2 gewölbt hätte. Beatie unverdrossen: “Ich bin für meine Kinder der Vater – und das wird immer so sein”. Selbst während der Schwangerschaften fühlte er sich “als Mann”, wie er betonte.
Beaties Story ist so bizarr wie berührend: Er wuchs als Mädchen Tracy Lagondino in Hawaii auf. Zuerst versuchte er maskuline Neigung mit lesbischen Beziehungen zu befriedigen. Damals lernte er seine heutige Partnerin Nancy Beatie (46), eine Ex-Bodybuilderin, kennen. “Doch mein Drang, ein Mann zu werden, war zu überwältigend”, sagte er. Beatie entschloss sich 1998 zur Geschlechtsumwandlung. Die Brüste wurden chirurgisch entfernt, ein künstlichen Penis verpflanzt. Er behielt jedoch Eierstöcke und Gebärmutter.
Nachdem Nancy nach einer “Hysterektomie” (Gebärmutterentfernung) keine Kinder mehr bekommen konnte, übernahm er das Austragen des Fötus. 40 Stunden dauerten die Wehen bei der ersten Geburt. Sie stillt dafür.
Offen erzählte Beatie über die Befruchtung: Sie trugen das Sperma eines Spenders in einer Pipette nach Hause, befruchteten in unzähligen Versuchen Beaties Ei. Beide mussten hohe Hürden überwinden, nicht nur bürokratische: “Freunde, Verwandte, Ärzte, alle waren dagegen”, sagt er. Diskutiert wurde, ob frühere Testostoron-Behandlungen dem Ungeborenen Schaden zufügen könnten. Es gab auch Komplikationen: Beim ersten Versuch entstanden Drillinge, die sich in einer “ektopischen Schwangerschaft” außerhalb des Uterus im Eileiter ansiedelten. Eine Notabtreibung war erforderlich.
Zumindest macht Beatie als Mediensensation ordentlich Kasse: Während TV-Stationen Interview-Bezahlung offiziell ablehnen, fließen, so Branchenkenner, indirekt Summen für solche Exkluv-Stories in der Höhe von mehreren hunderttausend Dollar. Doch für Beaties Privatleben war der Preis gewaltig. Kritiker beschimpften ihn als “Freak”, bis heute erhält er Todesdrohungen.

# 9. Juni: Horror-Story aus Guantanamo Bay erschüttert

Sieben Jahre schmorte ein Algerier unschuldig im Terrorknast Guantanamo Bay. Jetzt packt er im TV-Interview über den Folter-Horror dort aus.
New York. Die Anklage des freigelassenen Lakhdar Boumediene (43) in einem ABC-TV-Interview platzt in die Debatte um die Schließungspläne des Terrorlagers durch US-Präsidenten Barack Obama. Als erster Häftling wurde der Mitplaner der Terrorattacken auf US-Botschaften in Afrika 1998 (224 Tote), Ahmed Ghailani, aufs US-Festland gebracht. In New York wird ihm der Prozess gemacht. Doch der Widerstand seitens der US-Bevölkerung gegen weitere Überstellungen ist ungebrochen. Auch europäische Staaten verweigern die Aufnahme.
Druck der USA. Boumedienes Story ist ein Appell an internationale Hilfe – und eine vernichtende Anklage gegen die Rechtsbrüche von Ex-Präsidenten George Bush: Der Mann half einst in Bosnien für den Roten Halbmond Waisenkindern. Im Oktober 2001 wurde er bei der Jagt nach Verschwörern eines Terrorkomplotts gegen die US-Botschaft in Sarajewo aufgegriffen. Die Polizei fand nichts verdächtiges. Doch die Bush-Regierung erzwang die Überstellung nach Guantanamo Bay: Bush verkaufte den Rechtsbruch als Erfolg im Krieg gegen den Terror. „In Bosnien haben wir Terroristen aufgegriffen, die unsere Botschaft bomben wollten“, jubelte er.
Blut floss. Der Häftling dachte zunächst an seine rasche Freilassung: „FBI, CIA, das sind doch Profis, die wissen ja, dass ich unschuldig bin“. Es folgte jedoch Folter und Tortur: Bis zu 16 Tage hielten US-GIs ihn wach. Regelmäßig wurde er misshandelt. Er zeigt die Folterspuren her: „Ich musste mit den Soldaten mitlaufen, wenn ich nicht mehr konnte, schliffen sie mich über den Schotterboden bis das Blut floss“.
Kinder kaum erkannt. Als er mit einem Hungerstreik protestierte, ging die Tortur mit einer Zwangsernährung weiter: „Sie jagten mir die Nadel für die Transfusionen in die falsche Stelle am Unterarm“. Fassungslos fragt er: “Was bin ich? Ein Tier?” Sie schoren seinen Kopf, verwehrten ihm Gebet und Koran.
Nach der Freilassung gleich der nächste Schock beim Wiedersehen der Familie: „Ich weinte drauf los – ich kannte meine eigenen Töchter nicht mehr”. Sie sind heute 13 und neun Jahre alt.

# 6. Mai: D-Day!

Am Kliff über der Normandie-Atlantikküste untermauerte US-Präsident Barack Obama die eiserne Allianz zwischen Amerika und Europa.
Paris. Der D-Day wäre „die Geburtsstunde des modernen Europa, der Anfang vom Ende der Tyrannei gewesen“, so Obama zum 65. Jahrestag der Alliiertenlandung. Es waren wieder bewegende Bilder: Da stand er vor den Reihen weiß lackierter Kreuze des „Amerikanischen Friedhofes“, wo 9.387 gefallene Soldaten ruhen. Formationen von Kampfjets donnerten über die Festgäste.
Friedensappell. Zuvor war Obama mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy – erstmals begleitet von seiner mit den Töchtern zum Sightseeing eingetroffenen Gattin Michelle – zusammengetroffen. Die Staatschefs berieten über Irans Atomambitionen und das Vorantreiben des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses. „Beide Seite müssen begreifen, dass ihr Schicksal miteinander verknüpft ist“, forderte Obama wieder eine Zweistaaten-Lösung. Eisiger geriet das Tauziehen um Obamas Forderungen nach mehr französischen Truppen für Afghanistan. „Hier beißt er auf Granit“, so US-TV-Reporter.
Traumbilanz. Obamas Bilanz des Trips (fünf Tage, vier Staaten) ist beeindruckend – wenn auch mehr wegen der Symbolik als konkreter Resultate: In Kairo streckte er den 1,5 Milliarden Muslimen der Welt die Hand zur Versöhnung entgegen, doch redete ihnen in Sachen Islam-Terror auch ins Gewissen. Beim berührenden Besuch das Ex-KZs in Buchenwald versicherte er Israel trotz jüngster Kritik an deren Siedlungspolitik felsenfester US-Hilfe.

# 5. Juni: Buchenwald

US-Präsident Barack Obama erinnert im KZ Buchenwald and die Nazigräuel. Er nützt weitere Treffen mit Merkel, Sarkozy und Brown zum Vorantreiben des Nahostfreidens nach seiner Kairo-Rede.
Berlin. Eigentlich hätte Obamas Großonkel ihn bei seinem Besuch im ehemaligen KZ Buchenwald, wo von 250.000 Häftlingen 50.000 ermordet wurden, begleiten sollen. „Der war bei der Befreiung dabei“, so Obama im Interview mit NBC-TV (siehe rechts): Nach dem Horror, den er damals sah, hätte er sich zur Tour einfach nicht aufraffen können. Charley Payne betrat ein Nebenlager Buchenwalds, wo die Nazis fast alle vor ihrer Flucht töteten. „Leichen, überall Leichen“, erinnert er sich.
„Nie vergessen“. So besichtigte Obama den Ort des Grauens mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Holocaust-Überlebenden Elie Wiesel (80), der die Haftnummer „A-7713“ eintätowiert bekam. Sie legten eine weiße Rose nieder. Obama wirkte bewegt, betroffen, nachdenklich. „Niemals werde ich vergessen, was ich hier gesehen habe“, sagte er danach.
Geste an Israel. Obama wollte mit dem berührenden KZ-Besuch auch Israel beruhigen. Er hatte indirekt am Vortag bei seiner historischen Kairo-Rede an die 1,5 Milliarden Muslimen der Wellt den Holocaust mit der jetzigen Unterdrückung der Palästinenser verknüpft. Nationalisten in Israel wüteten über den „schockierenden Vergleich“. Doch insgesamt hallt der Jubel über die kraftvolle Rede als Neustart der Beziehungen zwischen Amerika und Muslimen weiter nach. Fast wie „ein Freitagsgebet“ hätte die Rede Muslime verzaubert, so die New York Times.
Friedensoffensive. Obama will jetzt den gewaltigen Schwung zum Schockstart des israelisch-palästinensischen Friedensprozess verwenden. „Wir müssen jetzt handeln“, drängte er auf eine Zweistaatenlösung. Bei Gesprächen mit Merkel sowie Frankreichs Nicolas Sarkozy und Briten-Premier Gordon Brown, die er heute bei der Feier zum 65. Gedenktag der Normandie-Invasion (D-Day) trifft, soll auch Europa Druck machen. Bereits nächste Woche will US-Sonderemissär George Mitchell weitere Verhandlungen führen.
Queen „not amused“. Heute gedenkt Obama den Soldaten, die Buchenwalds Befreiung möglich machten: Am 6. Juni 1944 stürmten 160.000 Alliiertentruppen auf die Festungen des Nazi-Regimes an der besetzten, französischen Atlantikküste. Obama kann am Rande diverser Kranzniederlegungen auf Soldatenfriedhöfen gleich Nachbeben eines diplomatischen Faux-Pass zwischen Paris und London dämpfen: Der Elysee-Palast hatte „übersehen“, auch Queen Elizabeth II zur Feier einzuladen. Als der Fehler korrigiert wurde, war es zu spät, um ihren Sicherheitsapparat in Bewegung zu setzen. Jetzt fährt Prinz Charles. „Not amused“ soll sie sein, so Britenblätter.
First Kids in Paris. Für noch größeren Hype sorgt jedoch Obamas Traumfamilie: Erstmals reisen mit First Lady Michelle auch die Töchter Sasha (7) und Malia (10) nach Europa. Sie wollen noch ein paar Tage „Sightseeing“ in Paris anhängen.

# 4. Juni: Obama erobert die Muslimen

Es waren 6.000 Worte, die Amerikas Verhältnis zu 1,5 Millionen Muslimen nachhaltig verbessern könnten. “Ich kam hierher”, eröffnete Barack Obama seine Rede an der Kairo-Universität vor 2.500 Zuhörern im Auditorium und Millionen weiteren via TV und Internet, “um einen Neubeginn zu suchen”. 
55 Minuten lang appellierte der US-Starpräsident, “Vorurteile zu überkommen”, den “Teufelskreis aus Verdächtigungen und Misstrauen” zu durchbrechen. Nach dem Terrorhorror des 11. September (3019 Tote) und den Kriegen seines Vorgängers George W. Bush herrschte Eiszeit. Jetzt streute Obama in seiner, von der New York Times als “historisch und kraftvoll” bezeichneten Rede, Rosen. Mit “Salam Alaikum” grüßte er, zitierte aus dem Koran, dem Talmud und der Bibel. Er lobte den Islam als Kraft für den Frieden, kehrte seine eigenen islamischen Wurzeln samt dem Mittelnamen “Hussein” hervor, pries Amerika auch als Zufluchtsort muslimischer Immigranten. Brisant: Er gestand dem Iran das Recht ein, Atomkraft für zivile Zwecke zu nützen. Von Israel forderte er unter donnerndem Applaus, den Siedlungsbau zu stoppen. Er versprach die Schließung des Terror-Lagers in Guantanmo Bay.
Doch es gab auch harte Worte: Obama verdammte den “Mord an Unschuldigen” durch Islam-Extremisten, fordert die Hamas auf, Israels Existenzrecht anerkennen und ermahnte Nahost-Regierungen, den Israel-Palästina-Konflikt nicht andauernd zur Ablenkung eigener Probleme zu missbrauchen.
Im Saal brachen am Ende “Standing Ovations” aus, viermal riefen Fans “I love you!”. Obama hatte die Rede bereits während des Wahlkampf geplant: Ein wenig nervös wirkte er anfangs, “emotional überwältigt”, so US-Kommentatoren. Sogar eine Fliege, die sich auf seine Stirn setzte, musste er vertreiben. Bis zuletzt hatte er, selbst noch im Präsidentenjumbo “Air Force One” im Anflug nach Ägypten, an den Passagen gefeilt.
Obama hat damit im Tauziehen um das “Herz der Muslimenwelt”, so Beobachter im US-TV, Terror-Führer Osama Bin Laden eine kraftvolle Abfuhr erteilt. Bin Laden hatte per Audio-Tape dem neuen US-Präsidenten kritisiert, “Hass und Rache” zu säen. “Ist ist ein Duell um die öffentliche Meinung”, so Newsweek-Autor Richard Wolffe. Doch Obama dürfte es gewinnen: “Anders als bei seinen Vorgängern wird ihm mehrheitlich Vertraut: Das Image des Jungen in muslimischen Indonesien hat sich eingeprägt”, so Wolffe. Doch Obama warnte auch: Bessere Beziehungen passieren “nicht über Nacht”. Prompt verdammte Irans Top-Mullah Ayatollah Ali Khamenei “leere Slogans”.

# 4. Juni: HOLLYWOOD-STORIES

Hollywood rotiert seit den Gerüchten, wonach Kultregisseur Quentin Tarantino (46) der alternden Sexgöttin Sharon Stone (51) zu einem bitter benötigten Kino-Comeback verhelfen könnte: Im Filmprojekt Weekend könnte sie an der Seite von Jessica Biel, Lucy Liu und Dennis Hopper Flagge (und Beine) zeigen. Branchenkenner wundert die Idee kaum. Der Edelregisseur hat einen Faible für vergessene Stars: In Pulp Fiction etwa polierte er John Travolatas Karriere auf.
Durststrecke. Stone kann jeden Turboschub gebrauchen: Ihre Laufbahn befindet sich seit dem legendären Beinespreizen am Polizeiverhörstuhl in Basic Instincts (jetzt im TV) im steten Sinkflug. Zuerst schmierte ihr Film Catwoman (2004) ab, dann wurde Basic Instincts II (2006) gar zu einem lupenreinen Filmdebakel. Mit Outings über Sex mit Frauen vergrämte sie auch noch ihre männliche Fanbasis. Kaum besser ihr Privatleben: In einem bitteren Rosenkrieg mit Zeitungsherausgeber Phil Bronstein (58) verlor sie das Sorgerecht für deren adoptierten Sohn Roan (8). Dann führten dämliche Bemerkungen nach dem Megabeben in China 2008 (68.700 Tote) zum Skandal: Stone ortet Gottes Strafe wegen Pekings Tibet-Unterdrückung.
Aufbäumen. Doch jetzt bäumt sie sich nochmals auf: Neben den Tarantino-Gerüchten sorgte sie in Cannes mit einem Auftritt mit Ex-Präsident Bill Clinton bei einer AIDS-Gala für Aufsehen. Sollte sich Hollywood dennoch permanent von ihr abgewandt haben, bleibt Indiens „Bollywood“: Dort will sie in einem Streifen namens Lost Love mitspielen.

Indizien verdichten sich, dass Kaliforniens Arnold Schwarzenegger (61) nach dem Amtsende als Gouverneur 2011 ins Filmgeschäft zurückkehren könnte. Zumindest als „Rückblende“ ist er bereits im jüngsten Terminator-Film – wo er in den ersten drei Teilen als Kampfroboter aus der Zukunft einst zum Weltstar wurde – zu sehen. Arnie gab dazu bekannt, dass er im nächsten Film des nimmermüden Actionhelden Sylvestor Stallone (62), The Expendables, eine Gastrolle übernehmen könnte. Mit Filmarbeiten in naher Zukunft, wäre es Schwarzeneggers erster offizieller Filmnebenjob zum Gouverneurposten.
Schwarzenegger hüllt sich über seine Zukunft in Schweigen: Insider glauben, dass er seine Politkarriere nur mit einem lukrativen Jobangebot seitens der Obama-Regierung fortführen würde. Wenn nicht, scheint die Rückkehr zum Film logisch: Und dass alte Actionhelden eine Chance haben, beweist Stallone.

Das Drama um Traumpaar Angelina Jolie (33) und Brad Pitt (45) ist prolongiert: Flüchtet sie mit ihrer sechsköpfigen Kinderschar jetzt nach Portugal? An der südlichen Algarve habe Jolie bereits ein Traumhaus erspäht, so Tabloids. Ein Insider: „Sie liebt Portugal und möchte dort ihre Kinder großziehen“. Die Trennungsgerüchte heizen sich dadurch auf: Denn Pitt dreht im Sommer in L A. den Film Moneyball. Das Rätsel: Wird es eine temporäre Trennung – oder permanente?

Erstaunen weiterhin um das eigenartigste Celebrity-Paar seit langem: Die Beziehung der kecken Kate Hudson (30) mit Madonnas Ex, Yankee-Baseballstar Alex Rodriguez (33), soll sich weiter intensivieren: Zuletzt soll Kate bei einem Baseballspel in Dallas sogar die Nacht mit A-Rod, so sein Spitzname, verbracht haben.

Beim Start von Filmkarrieren kommen handfeste Filmskandale oft gelegen – auch wenn die italienische Sexbombe Monica Bellucci (44) daran in ihrer heutigen Phase braver Filme und biederem Privatleben lieber daran erinnert werden möchte. Der Schock war groß im Jahr 2002, als Kinozuseher im Franzosen-Thriller Irréversible zehn Minuten lang zusehen mussten, wie sie unter einer Pariser Brücke vergewaltigt wurde.
Ihr tat es später leid, doch der Weg nach Hollywood war frei: Sie landete Rollen in den Folgen Zwei und Drei der SciFi-Kulttrilogie The Matrix (jetzt im TV). In der Passion Christi spielte sie Maria Magdalena.
Das Magazin AskMen wählte sie in die Liste der 100 „meistbegehrtesten Frauen“. Dennoch erachtete die in Umbrien in einfachsten Verhältnissen geborene Schönheit mit den sinnlichen Lippen, die eigentlich Anwältin werden wollte, ein Nachlegen an der Skandalfront als hilfreich: Aus Protest gegen Italiens Verbot von Spermaspenden posierte sie im Kultmagazin Vanity Fair, schwanger mit ihrer Tochter Deva, splitternackt.
Doch zuletzt galt ihr Leben an der Seite von Schauspielkollegen Vincent Cassel (42) weitgehenden als skandalfrei. In Cannes präsentierte sie gemeinsam mit Frankreichs Star Sophie Marceau – beide im knallrot des Festival-Teppichs – den Thriller Don´t look back. Der Film war der jüngste in einer Serie, meist europäischer Filme, wo Bellucci – die ohnehin längst die für Sexbomben brisante 40-Jahre-Altersmarke überquerte – im Charakterfach reüssieren wollte. Neben lauwarmen Kritiken klang in Interviews prompt auch ein wenig Midlife-Krise durch: „Es fällt mir manchmal schwer, mit mir selbst zurechtzukommen“, sagte sie. Zum Überdruss räumten Ganoven auch noch ihr Pariser Apartment aus, stahlen 80.000 Euro.
Nun sucht sie doch wieder ihr Glück in Hollywood: In der Disneyverfilmung The Sorcere´s Apprentice (ab 2010) will sie an der Seite von Nicolas Cage das Publikum verzaubern.

Pass auf Suri Cruise, wird bereits geschrieben: Hollywood hat ein neues Lieblingsbaby! Seit Mexiko-Kurvenwunder Salma Hayek (42) ihre Tochter am Set des Streifens Grown Up präsentierte, reißen sich alle um die süße Kleine. Doch nicht nur süße Bauspacken und vielversprechendes Erbgut verleihen dem 20 Monate alten Toddler Starqualitäten: Mit dem Namen des Vaters, Frankreichs Milliardär Francois-Henri Pinault (57), heißt sie pompös: Valentina Paloma Pinault. Valentina ist Starrummel gewohnt: Bei der zweiten Hochzeitsfeier des Paares in Venedig verzauberte sie als Blumenmädchen die namhafte Gästeschar von Penelope Cruz, Bono bis Vogue-Chefin Anna Wintour. Doch Mamma Hayek will ihr auch Bescheidenheit einimpfen: Als UNICEF-Sprecherin stillte sie bei einem Afrikatrip kurzerhand ein Waisenkind.

Kaum bestätigte der sich scheiden lassende Lethal-Weapon-Star Mel Gibson (53), dass seine Neue, Russensängerin Roxana Grigorieva (39), schwanger sei, gibt es gleich Zoff: Sie stellte ihm, so der National Enquirer, ein Ultimatum: „Entweder du hörst mit dem Suff auf – oder ich verlasse dich!“ Roxana wolle ihn zu einem Monat Rehab verdonnern.

Zuerst stand Hollywood Kopf, dass die australische Filmdiva Nicole Kidman (41) mit Sängergatten Keith Urban (41) Baby Nr. 2 erwartet. Sie dementierte, doch löste prompt weitere Spekulationen aus: Sie wolle – „in den Fußstapfen von Angelina Jolie“, so US-Medien – ein Baby aus Vietnam adoptieren. Wieder ein Dementi. Die Behörden in Vietnam sagen jedoch: Es gab eine Anfrage.

# 4. Juni: Brüno als Ösi-Basher

Der Verdacht bestand ja schon lange, dass die neue Rabiat-Parodie Brüno des Provokateurs Sacha Baron Cohen (37) für Österreich bringe, was sein früherer Charakter Borat Kasachstan bescherte: Ein Image-Desaster! Ätzende Aussagen des britischen Spaßvogels bestätigen jetzt die schlimmsten Befürchtungen: Im Modemagazín Marie Claire (siehe rechts) greift Cohen – der als schwuler Austro-Modereporter ab 10. Juli im Kino Angst und Schrecken in den USA verbreitet – mit Geschick für höchstmögliche Publizität nach seinen zwei unrühmlichsten „Landsleuten”: Vergewaltigungsmonster Josef Fritzl und NS-Massenmörder Adolf Hitler.
„Verlies angelegen“. „Ze Austrian Dream“, so Cohen, der alle Interviews als Brüno in überdrehtem Ösi-Englisch gibt: „Finde einen Job, lege dir ein Kellerverlies zu und ziehe eine Familie darin groß…“ Hitler wiederum bezeichnet er als „schwarzes Schaf Österreichs“, und dankte ihm, mit dem Buch Mein Kampf einst eine der wichtigsten „Modebibeln“ geschaffen zu haben. Dazu klopft er Nazisprüche und erklärt als Ziel im Film: „Ich will zum berühmtesten Österreicher seit Adolf Hitler werden!“
Einziger Trost für die durch den neuen “Austro-Borat” verulkte Nation: Auch andere Stars bekommen ihr Fett ab. Supermodel Naomi Campbell bezeichnete er als “Bitch”, Sängerin Amy Winehouse erachtete er als “zu fett für einen Junkie”.
Provokationen. Cohen setzt klar auf Provokation als Werbestrategie. Jede Publizität ist ihm recht: Zuerst lachten alle, als er als Paradiesvogel bei den MTV-Awards mit nacktem Hintern auf Rapper Eminem landete – und ihn angeblich vergrämte. Dann wurde gleich weiterdiskutiert, dass die ganze Szene “inszeniert” war.

3. Juni: Osama droht Obama

Hype vor der Kairo-Rede von US-Präsident Barack Obama: Er will in der Muslimenwelt das US-Image retten, doch warnt vor Extremismus.
Washington. Obama startete seinen Trip in vier Staaten – Saudi-Arabien, Ägypten, Deutschland und Frankreich – mit Gesprächen mit Saudiherrscher Abdullah in Riad. Die Themen: Ölpreise, Irans Nuklearambitionen und der israelisch-palästinensischen Dauerkonflikt.
Doch die Rede heute an der Kairo-Universität ist klar der Höhepunkt: Dort will Obama den Beginn einer „neuen Ära“ der Beziehungen mit dem arabischen Raum verkünden. Hohe Erwartungen schwappen um die Welt: Der ORF überträgt die Rede live um 12 Uhr.
Dialog. „Eine einzige Ansprache wird nicht Jahre des Misstrauens vom Tisch wischen“, dämpfte Obama gegenüber NBC-TV den Hype: Doch er erwarte den Beginn „eines konstruktiven Dialogs“. Hart ins Gericht will er jedoch mit dem Islam-Extremismus. Sein Appell: „Der Hass auf Amerika löst eure Probleme nicht“.
Al-Kaida droht. Die Terrorgruppe Al-Kaida stemmt sich gegen Obamas PR-Offensive: Anführer Osama Bin Laden drohte mit neuem Terror. Die Nr. 2, Ayman Al-Zawahiri beschimpfte Obama sogar als „Kriminellen“. Unter Vorgänger George W. Bush konnten die Terrorkiller noch auf die Muslimen-Wut durch Amerikas Aggressionen zählen. Der Zorn manifestierte sich an Orten wie Haditha, wo GIs 24 Iraker niedermetzelten, Abu Ghraib, wo US-Schergen mit bizarrer Sex-Folter wüteten und dem Terrorlager auf Guantanamo Bay. Doch jetzt zittert Al-Kaida, so Experten: Obama könnte ihnen den Rückhalt der Massen kosten.
Obamas Moslemerbe. Denn Obama kehrt sogar offen sein eigenes muslimisches Erbe hervor: Sein Vater gehörte dem muslimischen Glauben an, unterstrichen Berater. Obama selbst lebte als Kind im größten Moslemstaat der Erde, Indonesien. „Eine solche Strategie hätte im Wahlkampf noch politischen Selbstmord bedeutet“, staunte ein ABC-Reporter.
Einige Hardliner in Nahost zeigen sich bisher unbeeindruckt von Obamas Overtüren: Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad störte durch Bemerkungen, wonach der Holocaust ein „glatter Betrug“ sei.

# 2. Juni: Obamas Nahost-Offensive

Washington. Die Gefahr sei, so Obama zur BBC, „dass die USA glaubt, ihre Werte Ländern mit anderer Mentalität und Kultur aufoktruieren zu können“. Doch er stellte auch klar: „Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Rede- und Religionsfreiheit sollen für alle Gültigkeit haben”. (siehe Höhepunkte des Interview rechts) .
Obama erwartet eine schwierige Mission bei seiner Nahost-Premiere: In Riad (Saudi-Arabien) will er heute Energiefragen, den Nahostfrieden sowie den Kampf gegen Islam-Extremisten besprechen. Am Folgetag wendet er sich in Kairo mit einer Rede direkt an die Moslemwelt, um das desolate US-Image aufzupolieren. In Deutschland will Obama das KZ in Buchenwand besuchen. Eine Rede zum 60. Jahrestag der Normandy-Invasion in Frankreich schließt den hochkarätigen Trip ab.
Gesten. Zu den blumigen Worten setzte es handfeste Gesten an die Arabische Welt:
# Obama ging auf Distanz zu Israel wegen seiner aggressiven Siedlungspolitik.
# Sein Justizminister ließ eine Klage von Angehörigen der Opfer des Elften-September-Terrors (3.017 Tote) gegen Saudi-Arabien fallen: Der Wüstenstaat – aus dem die meisten der Jumbo-Entführer stammten – war auf Schadenersatz geklagt worden.
Hoher Preis. Obamas Entgegenkommen wird kaum honoriert: Die Saudi-Diktatoren untersagten US-Journalisten Reports über Menschenrechtsverstöße. Dabei ist der innenpolitische Preis für Obama durch seinen Kuschelkurs hoch: Kritisiert wird das „Unterdrucksetzen Israels”. Die USA müsse Israel gegenüber ehrlich sein”, wehrt er sich.

# 1. Juni: Abtreibungsarzt erschossen

In den USA ist nach dem brutalen Mord an einem umstrittenen Arzt wieder eine heftige Debatte um radikale Abtreibungsgegner ausgebrochen.
Wichita. Dr. George Tiller (67) war in einer Kirche in Wichita (US-Staat Kansas) im Foyer abgeknallt worden – während seine Frau im Kirchenchor sang. Nach dem Schüssen wurde Tillers Frau in den Vorraum geführt: „Sie schrie voller Verzeweiflung auf“, so Zeugen. Das Kennzeichen des Fluchtwagens konnte notiert, Scott Roeder (51) 284 Kilometer vom Tatort entfernt geschnappt werden. Er entpuppte sich als radikaler Abtreibungsgegner. Einmal waren Bombenbauteile bei einer Verkehrskontrolle gefunden worden. Auf einer Website nannte er Tillers Klinik ein „Todeslager“.
Frühere Attacken. Tiller, um den neben der Witwe vier Kinder und zehn Enkelkinder trauern, stand wie keiner im Visier der „Pro Life“-Abtreibungsgegner: Denn seine Klinik führte Schwangerschaftsabbrüche nach der 21. Woche durch (siehe rechts). Tillers Tod entfachte neuerlich eine heftige Debatte um die Gefahr durch fanatische Anti-Abtreibungsgruppen. US-Präsident Barack Obama zeigte sich über Tillers Tod „entrüstet“.
„Babykiller“. Die Hetze gegen Tiller hatte sich nicht nur auf extreme Zirkel beschränkt: TV-Kommentator Bill O´Reilly des rechten Fox-News-TV-Kanals hatte ihn mit Naziärzten verglichen und als „Babykiller“ verdammt. Einen „Tag der Abrechnung“ sah er kommen. Wie verhärtet die Fronten in der US-Abtreibungsdebatte sind, verdeutlichte ein Pro-Life-Führer: Der zeigte sich betroffener über Obamas Reaktion als den Mord selbst. In Wichita wurden Trauerende bei einer Mahnwache prompt von Abtreibungsgegnern angepöbelt.

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