Als ich endlich meine Bank-of-America-Kreditkarte zerschnippselte

by: bah January 27, 2010

Der Alltag Amerika, anno 2010, hatte mich nach dem Horror Haitis relativ flott wieder. Als ich meine VISA-Abrechnung mit der Bank of America (BofA) checke, entdecke ich wieder eine $39-Late-Fee. Wie das? Habe ich nicht geduldig unter schlechtesten Internetbedingungen meine Monatsrechnung sogar vom halbzerstörten Hotel “La Villa Creole” in der Desasterzone aus von Port-au-Prince vier [...]

Exit aus Port-au-Prince: “DR!”, “Thank God!” Und wie Mia vor Freude auf und ab sprang…

by: bah January 20, 2010

Rückreise von Port-au-Prince. 102 Stunden in dem Albtraum sind genug. Der Chef der AVIS-Autovermietung fährt mich mit einem Kollegen um $200 zur Grenze. Er wollte selbst fahren. Netter Typ. Er schimpft über die Gier, die jetzt unter Haitianern herrscht: Jene, die lieber mit Wucherpreisen Profite aus der Beben-Tragödie schöpfen wollen – anstatt zusammenzustehen in der [...]

Eine Fahrt ins “Ground Zero” des Haiti-Bebens

by: bah January 20, 2010

Wir fahren ins Epizentrum des Haiti-Todesbebens: Leogane, einst eine nette Kleinstadt mit
gefälliger Kolonial-Architektur, gut 20 Kilometer südwestlich von Port-au-Prince. Die Fahrt geht vorbei am völlig demolierten Präsidentenpalast, durch das total verwüstete Downtown, wo die Müllberge nun fast schon die Schutthaufen überragen. Am Straßenrand liegt ein Toter, die Füsse abtrennt. Die herausragenden Knochen sind zu sehen. [...]

Schüsse gellen durch Haitis Nächte

by: bah January 19, 2010

Die Eisentore vor dem Hotel schließen sich. Zwei Guards mit Schrotflinten stellen sich davor. Es ist 17:30 Uhr. Es wird dunkel in der durch das Jahrhunderterdbeben zerstörten Haiti-Kapitale Port-au-Prince. Die Stunden, wo die Gewalt eskaliert, beginnen erneut.
Seit Donnerstag lebe ich im Luxus-Hotel La Villa Creole im Bezirk Petionville mitten in der Desaster-Zone. Gut 100 Reporter [...]

Blut auf den Straßen von Port-au-Prince

by: bah January 17, 2010

Die Lage verschärft sich in Port-au-Prince dramatisch: An der Delmas-Straße, der Hauptverkehrsader zwischen dem Viertel Petionville und dem Flughafen, liegen zwei Ermordete. Es ist ein Frau und ein Teenager, vielleicht ihr Sohn. Um die 16 Jahre alt. Auf seinem Kopf klafft eine riesige Wunde. Blut strömt auf den Asphalt, vermischt sich mit Teilen des Gehirns. [...]

In der Hölle von Port-au-Prince

by: bah January 16, 2010

Port-au-Prince, drei Tage nach dem Megabeben: Das Schicksal einer 24-Jährigen ist schwer zu verdauen. Sie heißt Evelyn Pierre, ihre Brüste sind geschwollen, die Milchdrüse produziert weiter. Ihr Baby, ein zehn Monate altes Mädchen, zehn Monate alt, wurde erschlagen vor ihren Augen. Ihr Gatte starb am Arbeitsplatz. Es ist schwer, die Tränen zurückzuhalten. Ich denke an [...]

Am Weg nach Haiti…

by: bah January 13, 2010

Ich hatte gleich so ein unheimliches Gefühl. Im Handy poppte der SMS-Alarm auf: “7.3 magnitude earthquake hits near Haiti coast, USGS reporting”, schickte MSNBC um 17:12 Uhr aus. 19 Minuten nach dem Zeitpunkt des Bebens. Es ist keine komplexe Gleichung: Starkbeben plus Haiti gleicht Desaster. Sekunden später, CNN: “A 7.0-magnitude struck 10 miles from Port-au-Prince”. [...]

The Curious Case of Wall-Street-Investing. Und warum jetzt niemand Geld ausgibt…

by: bah February 23, 2009

Sollte unser Ausgabenverhalten symptomatisch sein, steht es ums Ankurbeln der kaputten Wirtschaft schlecht: Wir haben uns regelrecht eingebunkert, alle Ausgabe auf das Notwendigste reduziert. Sogar unsere üblichen Weekend-Brunches werden jetzt kurzerhand im Wohnzimmer ausgetragen – als wir am Sonntag etwa unsere Freunde einluden (siehe Foto). Die Kostenvorteile sind überzeugend: Die Flasche Wein kostet im “At [...]

Nimmermüder Wellen-Tölpel: Als die Brandung “Boogie-Bert” rasierte…

by: bah July 22, 2008

Die Schürfwunde ist ungefähr eineinhalb Zentimeter lang, fast einen breit, gleich neben dem linken Auge. Sie prangt recht entstellend und auffällig im Gesicht eines Mitglied der Bauernebel-Familie. Am ehesten könnte auf Mia getippt werden, die seit Tagen in schwindelerregenden Torkelbewegungen über die Betonböden balanziert (und einmal auch bereits fest kollidierte). Nein, es ist silly Daddy, [...]

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